Dortmunder soll auf Warnung vor Zug nicht reagiert haben

Nur weil die S-Bahn den Wagen nicht voll erwischte, überlebte der Fahrer aus Herne den Unfall am offenbar ungesicherten Bahnübergang Pferdebachstraße. Er wurde aber schwer verletzt.
Nur weil die S-Bahn den Wagen nicht voll erwischte, überlebte der Fahrer aus Herne den Unfall am offenbar ungesicherten Bahnübergang Pferdebachstraße. Er wurde aber schwer verletzt.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Ein gerichtliches Nachspiel hat der schwere Bahnunfall voraussichtlich für einen Dortmunder. Er ist als einziger von vier Streckenposten angeklagt.

Witten.. „Achtung, Zug kommt!“ Auf diesen per Funk bzw. Spezialtelefon übermittelte Warnhinweis soll der jetzt von der Staatsanwaltschaft Bochum angeklagte Streckenposten am Bahnübergang Pferdebachstraße in Witten nicht reagiert haben. Die Folge war bekanntlich ein schwerer Verkehrsunfall am 3. Dezember, den ein 52-jähriger Autofahrer aus Herne nur wie durch ein Wunder überlebte.

Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen 28-jährigen Dortmunder, der sich voraussichtlich bald vor dem Wittener Amtsgericht wegen Gefährdung des Bahnverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung verantworten muss. Da seinen drei Kollegen nichts nachzuweisen sei, habe man das Ermittlungsverfahren gegen sie eingestell, teilte Oberstaatsanwalt Christian Kuhnert mit.

Die Gruppe mit den auffälligen Warnwesten sollte den Bahnübergang Pferdebachstraße sichern, weil die Schranken defekt und zum Zeitpunkt des Unfalls bereits abgebaut waren. Das Stellwerk informierte die Streckenposten telefonisch, bevor ein Zug kam. Warum daraufhinan jenem Dienstagabend nicht wie sonst auch Flatterband gespannt wurde, dürfte nun Gegenstand eines Prozesses werden. Das Gericht muss der Anklage der Staatsanwaltschaft aber noch zustimmen. Dem Beschuldigten wurde sie jetzt zugestellt.