Discgolf-Anlage ist hinter der Uni Witten möglich

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Was wir bereits wissen
Das Pferdebachtal hinter der Uni wäre ein geeigneter Standort für eine Discgolf-Anlage, so die Stadt. Jusos suchen Sponsoren für das Sport-Projekt.

Witten..  Die Idee stammt von den Jusos: Eine Discgolf-Anlage in Witten, das wäre doch etwas, finden sie. Bei diesem Trendsport geht es darum, Frisbee-Scheiben durch Würfe in Körben zu versenken. Die Spieler absolvieren hierbei einen Parcours. Wo dieser entstehen könnte, damit hat sich Claudia Paetsch beschäftigt, bei der Stadt zuständig für Umwelt- und Freiraumplanung. Ihre Einschätzung: Das Pferdebachtal, das hinter der Uni parallel zur Alfred-Herrhausen-Straße verläuft, wäre geeignet.

Mit der Klärung der Standortfrage war die Verwaltung im vergangenen November vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz beauftragt worden. Geprüft wurden der Hohenstein, die Freizeitanlage Herbede – und eben das Pferdebachtal.

Landschaftsarchitektin Paetsch: „Auf dem Hohenstein sind an den Wochenenden zu viele Leute unterwegs.“ Da könnten unterschiedliche Freizeitinteressen aufeinanderprallen. Bei der Freizeitanlage Herbede kam die Verwaltung zu dem Schluss, dieser Standort sei eher für die Durchführung von Turnieren geeignet. Der öffentliche Grünzug Pferdebachtal punktet unter anderem damit, dass man dort eine Anlage mit „unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden“ realisieren kann.

Münsteraner Discgolf-Experte hat die Stadt beraten

Claudia Paetsch ließ sich für ihre Bewertungsarbeit von einem Experten beraten: Werner Szybalski. Der Münsteraner ist beim Deutschen Frisbeesport-Verband Abteilungsleiter Discgolf und der Ansicht, im Pferdebachtal könnten auch Discgolf-Anfänger erste Erfolge erleben. Was die Verwaltung an diesem Standort zusätzlich charmant findet: Die Nähe eines solchen Sportangebots zur Uni könnte dazu beitragen, Bürger und Hochschule häufiger miteinander in Kontakt zu bringen.

Claudia Paetsch trug ihre Ergebnisse jetzt im letzten Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz vor. Dieser kam zu dem Schluss, dass man das Juso-Anliegen unterstützen wolle. Gefordert wurde jedoch, vorher müsse das Projekt noch präziser vorgestellt werden. Paetsch: „Es muss auch ein Träger gefunden werden. Es wäre sinnvoll, wenn die Anlage an einen Sportverein andocken könnte.“ Die Stadt wird, wie im Ausschuss ausdrücklich betont wurde, hierfür kein Geld locker machen, sondern lediglich die Fläche zur Verfügung stellen.

Der Juso-Vorsitzende Philip Raillon weist daraufhin, dass es in NRW schon mehrere Discgolf-Anlagen gibt. „Die nächste ist im Revierpark Wischlingen in Dortmund. Da habe ich schon selbst gespielt.“ Die Jusos haben bereits mit dem Stadtsportverband gesprochen, um für eine Trägerschaft bei den Sportvereinen zu werben.