Das aktuelle Wetter Witten 15°C
Serie „Meine Gemeinde“

Die Stärke liegt in der Vielfalt

26.02.2016 | 19:09 Uhr
Die Stärke liegt in der Vielfalt
Der Kindergarten ist ein wichtiger Teil der Gemeinde: Leon, Miley, Lucy und Mira – hier mit den Erzieherinnen Danka Olszewski, Melina Weider und Pater Kasimir Zaranski – gehen gern hin.Foto: Barbara Zabka

Witten.   Die Katholische Gemeinde St. Vinzenz von Paul ist im Wandel: Die Zusammenarbeit mit St. Marien wächst stetig – das Gemeinschaftsgefühl aber auch.

Elisabeth-Konferenz, Kreativkreis, Musikgruppe. . . Zwei ganze Seiten im Weihnachtsbrief füllt die Liste der Gruppen, die in der Gemeinde St. Vinzenz von Paul aktiv sind. „Unsere Stärke ist die Vielfalt – das ist es, was uns ausmacht“, sagt Pater Kasimir Zaranski. Er muss es wissen: Seit 26 Jahren leitet er die Geschicke der Pfarrei.

Nach vier Jahren im Siegerland war er 1990 in die noch junge Wittener Gemeinde gekommen. Erst 1963 war die Kirche an der Rüdinghauser Straße gebaut worden. Eine ruhige Gegend, dennoch städtisch. Pater Kasimir schätzt das sehr: „Im Dorf im Siegerland – nein, das war nicht so meine Arbeit“, erinnert er sich und lächelt. In der Stadt fühle er sich wohler. „Und die Wittener, die sind auch offener.“

Karneval wird groß gefeiert

Offen auch für die Anregungen des Paters. „Den Karneval etwa, den hat früher jede Gruppe für sich organisiert.“ Der Priester schlug vor, das doch lieber gemeinsam zu machen: „Und dieses Jahr haben wir nun schon zum 20. Mal großen Gemeindekarneval gefeiert.“

Überhaupt: Es wird viel und gerne gefeiert in St. Vinzenz. Das Pfarrfest an Himmelfahrt auf dem Helenenberg, das Patronatsfest im September, der Neujahrsempfang, der diesmal erstmals zusammen mit der Mariengemeinde begangen wurde. „Da waren etwa 150 Leute da – etwa die Hälfte von Marien, das war wirklich schön.“ Nach dem Weggang von Pfarrer Edeler hatte Pater Kasimir im letzten Herbst kommissarisch die Leitung der Nachbargemeinde übernommen, mit der St. Vinzenz im Pastoralverbund Witten-Mitte vereint ist. Auch wenn die Stelle jetzt wieder besetzt ist: Die Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde wird auch in Zukunft einen größeren Raum einnehmen. Pater Kasimir jedenfalls ist zuversichtlich, dass das mit Pfarrer Friedrich Barkey gut klappen wird. „Und dann schauen wir, wie sich alles weiter entwickelt.“

Stelle wird nicht mehr besetzt

Spätestens im Jahr 2019 werden die beiden Gemeinden dann eh zu einer Pfarrei zusammengeschlossen. „Meine Stelle wird nicht mehr besetzt“, sagt Pater Kasimir. Ob ihn das mit Wehmut erfüllt? „Nein, wieso? Man muss die Zeiten nehmen, wie sie sind und dann mit der Situation umgehen.“ Und die sei nun einmal so: Als er 1990 nach Witten kam, zählte die Gemeinde noch 3400 Mitglieder, heute sind es 2338. Die Zahl der Beerdigungen übertrifft die der Taufen. „Und im letzten Jahr sind gerade mal neun Kinder zur Erstkommunion gegangen, das war schon wenig.“ Eine Jugendgruppe hat die Gemeinde derzeit auch nicht: „Die Jugendlichen haben heute viele andere Interessen, es ist nicht einfach, sie zu begeistern.“

Doch vieles habe sich verbessert mit den Jahren: „Die Gemeinschaft zählt mehr als früher.“ Und wenn er sich etwas wünschen dürfte, für die Zukunft der Gemeinde, dann wäre es das: „Kommt weiter wie bisher, betet und feiert zusammen. Dann ist es gut.“

Britta Bingmann

Kommentare
Funktionen
Fotos und Videos
EM-Auto in Witten
Bildgalerie
Fotostrecke
Eröffnung Bibliothek
Bildgalerie
Lesewunderbau
6. Polizei-Infotag
Bildgalerie
Witten
Wiesenviertelfest
Bildgalerie
Witten
article
11603257
Die Stärke liegt in der Vielfalt
Die Stärke liegt in der Vielfalt
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/witten/die-staerke-liegt-in-der-vielfalt-id11603257.html
2016-02-26 19:09
Witten