Die schnellen Bilder des Otmar Alt
11.11.2007 | 14:54 Uhr 2007-11-11T14:54:00+0100
Großer Bahnhof am Samstagvormittag in der Herbeder Villa Ruhrtal, gegenüber Lohmann: Das Inneneinrichter-Unternehmen debears hat Kunden, Geschäftspartner und Freunde zu einer Blitz-Ausstellung mit Bildern des bekannten Künstlers Otmar Alt eingeladen.
126 Werke sind an diesem Morgen in der Villa Ruhrtal ausgestellt. Sie strotzen nur so vor Farbe und klar definierten Formen. Auf den zweiten Blick werden sie beinahe plastisch und offenbaren komplexe Details. Noch am Freitag hingen einige der Ausstellungsstücke in der Hauptfiliale der Volksbank in Bochum, viele andere kommen von der Otmar-Alt-Stiftung, die junge Künstler fördert.
Was von Alt in der Villa Ruhrtal hängt, ist nur geliehen und kehrt schon am Montag wieder an ihre normalen Standorte zurück. Das dürfte eine der kürzesten Ausstellungen sein, die Witten jemals gesehen hat.
Die Objekte, darunter auch Gläser und Plastiken, tragen Titel wie „Der Vogelwurm im Hut” oder „M-Freaks” und werden verkauft. Das günstigste, ein Seidenschal, kostet 145 Euro, das teuerste Bild 30 000 Euro. „Was man verschenkt, ist nichts wert”, begründet der Künstler.
Otmar Alt selbst unterhält die Gäste des Inneneinrichters mit minutenlangen Monologen. Der 67-Jährige trägt Jeans, Weste und reichlich Schmuck aus der eigenen Kollektion. „Meine Bilder sind ein Einstieg in die Möglichkeit, künstlerische Dinge zu erfahren”, erklärt er sich.
Er ist über eine Ecke mit debears zusammengekommen: Der Künstler ist mit dem Wittener Mathematik-Professor Detlef H. Mache von der Ruhr-Universität Bochum befreundet; der Wissenschaftler wiederum kennt aus dem Lions-Club einen der beiden geschäftsführenden Gesellschafter von debears, Andreas Tuschen. „Wir machen die Ausstellung, weil wir anders sein wollen als andere”, sagt Tuschen. Erst im Juli ist sein Unternehmen (zehn Mitarbeiter) in die repräsentative Villa Ruhrtal eingezogen.
Der Maler will der Stadt Witten an diesem Tag eigentlich eines seiner Originale schenken, eine Graphik mit dem Titel „Gedanken auf der Reise”, die eine Wittener Szene zeigt. Doch Bürgermeisterin Sonja Leidemann sagte kurzfristig ab – Termine. Otmar Alt nimmt's gelassen: „An jedem Tag gibt es einen neuen Anfang.” Professor Detlef Mache will das Bild der Bürgermeisterin aber schon bald übergeben.
07:17
Die in diesem Artikel schon angekündigte KulturBildübergabe ist jetzt an die Bürgermeisterin erfolgt:
Zeichen setzen ... Freundschaftserklärung an die Region
http://www.wittencms.de/p/detail_presse.asp?artikel_id=13360
(aus: Stadt Witten - Referat für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation - Pressestelle)
Seitdem das Ruhrgebiet zur Europäischen Kulturhauptstadt 2010 berufen wurde, sind die Projekte der Bildungs- & KulturInitiative u.a. mit dem Engagement Zeichen zu setzen in der Region mit Künstlern, Kulturschaffenden und deren Förderer und Unterstützer in aller Munde.
Nachdem 2006 der Künstler Otmar Alt zur Bewerbung Kulturhauptstadt 2010 ein erstes Kulturbild des Ruhrgebietes mit prominenten Vertretern aus Kultur, Politik und Wirtschaft in einer feierlichen Enthüllung in Essen sichtbar an einem Konzerngebäude nahe der A40 installieren ließ, konnte nun die Bildungs- & KulturInitiative e.V während einer Einladung ins Wittener Rathaus der Bürgermeisterin Sonja Leidemann ein aktuelles zweites Kunstwerk an die Region überreichen. In einer Sondergraphik wurde von dem Künstler Otmar Alt zusammen mit der Bildungs- & KulturInitiative eine Freundschaftserklärung an die Ruhr-Region
übergeben.