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Salzlager randvoll

Der Winter kann kommen

09.12.2011 | 17:56 Uhr
Der Winter kann kommen
Der Herr des Salzes: Thomas Bodang vom Betriebsamt freut sich über das randvolle Salzlager. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool

Witten.Wie eine weiße Wand ragt der Salzberg im Lagerhaus des Betriebsamtes auf. Thomas Bodang reibt sich erwartungsvoll die Hände: „Der Winter kann kommen. Wir sind bestens vorbereitet.“

1200 Tonnen Salz lagern in dem großen Holzhaus. „Eigentlich ist es nur für 1000 Tonnen ausgelegt. Aber unser Radladerfahrer hat gezaubert“, meint Bodang vom Betriebsamt verschmitzt. Der mutige Kollege habe mit seinem Fahrzeug eine Rampe aus Salz gebaut und darauf in über zwei Metern Höhe rangiert, um die Massen so hoch wie möglich unterzubringen.

Das Salz, das nun auf Lager liegt, habe einen Wert von rund 100 000 Euro, schätzt Bodang. Rund 70 Prozent der weißen Masse stamme noch vom Winter 2010/11. „Denn wir hatten damals sicherheitshalber nachbestellt. Und plötzlich war der Winter vorbei“, erinnert er sich. Um aber dennoch diesmal optimal gerüstet zu sein, habe man im Sommer nochmal 300 Tonnen anliefern lassen, „denn im Sommer kostet das Salz weniger.“ Und weitere 1000 Tonnen sind über den Lieferanten im Hammertal gesichert.

Mit diesem Material, das ursprünglich aus Salzstöcken in Thüringen stamme, habe man sehr gute Erfahrungen gemacht, erzählt Bodang. „Aber wir haben auch schon Salz aus Marokko oder Italien getesten. Doch das hatte teils schlechte Tauleistungen“, erinnert er sich.

Aber nicht nur mit Salz ist man für diesen Winter gut gerüstet: Außerdem stehen auf dem Betriebshof fünf große Streuwagen sowie ein Ersatzfahrzeug bereit. Und nachdem der kleine, wendige Streuwagen für die Seitenstraßen so ausgebucht war, hat man sich entschlossen, zur Unterstützung einen weiteren anzuschaffen. Kosten: 150 000 Euro. Im Sommer sind diese Wagen dann, in umgerüsteter Form, im Grünflächen- und Forstbereich für die Stadt im Einsatz. Seit 28. November sind die Streuwagenfahrer, Handstreukolonnen sowie die Einsatzleitung für den Winterdienst in Rufbereitschaft. Die dauert bis Ende Februar, kann bei Bedarf verlängert werden.

„Aber ohne die Hilfe der Wittener Bevölkerung wären wir verloren, gerade im Fußgängerbereich“, meint Bodang in Hinsicht auf die strengen Winter.

Um sich zu informieren, wo Hausbesitzer bzw. Mieter in der Pflicht sind und wo die Stadt, kann das im „Merkblatt für Haus- & Grundstückseigentümer“ nachgelesen werden. Da geht es aber nicht nur um Winterdienst, sondern auch um Baum- und Heckenschnitt, Abfallbehälter und Straßenreinigung. Die jetzt erschienene Neuauflage dieses Merkblattes wird sich auch auf der Internetseite der Stadt Witten finden.

Zudem werden rund 18 000 Exemplare des Faltblättchens mit den Grundbesitzabgabenbescheiden im Januar an die jeweiligen Haushalte verschickt. Und die Merkblätter liegen kostenfrei unter anderem bei der Bürgerberatung im Rathaus und beim Betriebsamt an der Dortmunder Straße zur Mitnahme bereit.

Michael Vaupel

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