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Der Hohenstein lockt viele Besucher an

19.10.2011 | 14:32 Uhr
Der Hohenstein lockt viele Besucher an
Auch im Herbst immer einen Besuch wert: der Hohenstein. Foto: Arne Poll / WAZ Fotopool

Witten.Kinderparadies und ein zu Hause für Rotwild und Wildschweine - der Hohenstein lockt in den warmen Monaten viele Besucher an. Aber auch im Herbst und Winter finden sich Spaziergänger und Jogger im größten Park Wittens wieder.

Klettergerüste, riesige Wiesen- und Waldflächen und ein Wildgehege machen den Hohenstein aus. Sechs Hektar, das heißt ungefähr so groß wie sieben Fußballfelder, ist der größte Park Wittens. „Oft wird vergessen, dass den Hohenstein nicht nur die große Wiese und die Wildgehege ausmachen, sondern auch die Waldfläche drum herum“, erklärt Heinz Lelgemann vom Grünflächenamt. Allerdings locken vor allem die Vierbeiner viele Besucher an, die die Tiere mit extra bereit gestelltem Futter füttern. Nur im Winter müssen die Hirsche und Sicker zusätzliche Nahrung bekommen. Dafür ist Stefan Fielicke zuständig. Er arbeitet seit 2003 als Tierpfleger im größten Park Wittens.

In einem kleinen Transporter fährt Fielicke Salat und Bananen zu den Wildgehegen. Der Salat ist schon welk und die Bananen eher braun als gelb, aber den Tieren macht das nichts aus. „Menschen würden diese Lebensmittel nicht mehr kaufen, aber solange sie nicht schlecht sind, können die Tiere sie ohne Probleme bekommen“, so Fielicke. Dass es den Hirschen und ihren Artgenossen schmeckt, ist nicht zu übersehen. Das nicht mehr allzu frische Obst und Gemüse wird von der Tafel gespendet. „Denn solange die Lebensmittel noch nicht verdorben sind, braucht man sie nicht wegschmeißen und tut den Tieren etwas Gutes“, weiß Fielicke. Schließlich freuen sie sich auch über die Vitamine.

Wen die Vierbeiner eher weniger interessieren, nutzt den Hohenstein zum Joggen oder Spazierengehen. Der 26-jährige Sebastian besucht die Wildschweine zwar gerne, nutzt den Park aber noch mehr, um laufen zu gehen. „Es ist nicht so langweilig wie am Kemnader See. Dort läuft man auf Asphalt und es ist einfach oft viel zu voll. Am Hohenstein hat man außerdem noch Steigungen dazu, die herausfordern.“

Ähnlich sehen es Sabine und Rainer Rogalla aus Gelsenkirchen. Sie versuchen so oft wie möglich nach Witten zum Hohenstein zu kommen, da sie den Park „einfach toll finden.“ Im Muttental starteten die beiden vor einigen Jahren ihre Erkundungstour durch Witten und landeten auf dem Hohenstein. „Klar, wir haben einen tollen Zoo in Gelsenkirchen, aber es ist hier einfach etwas anderes. Die Tiere sind nicht so eingepfercht und man hat jede Menge Wege zum Spazierengehen“, meint Sabine Rogalla.

Zur Zeit des nasskalten und trüben Wetters finden sich eher weniger Besucher im Park ein. Der warme Kakao im Restaurant Haus Hohenstein schmeckt auch viel besser, als der kalte Herbstwind.

Franziska Bombach

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