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Verein Nangina

Den Ärmsten helfen

15.02.2010 | 14:45 Uhr
Den Ärmsten helfen

Witten. Seit nunmehr 22 Jahren engagieren sich die Mitglieder des Vereins Nangina für Menschen in den ärmsten Regionen der Welt – von Indien, über Namibia bis Peru. Allein im letzten Jahr sammelten sie über 150 000 Euro.

Wenn Friedhelm Ribberger von Wellblechhütten in Kenia oder Dürre in Äthiopien zu sprechen, merkt man, dass das Engagement für die Ärmsten seine Leidenschaft ist. „Als Christen haben wir eine besondere Verantwortung für die eine Welt”, sagt Ribberger. Seit 1988 reist der 59-jährige Waldorfpädagoge mit seinen Wittener Vereinsmitgliedern durch ganz Deutschland und gestaltet Gottesdienste. „Bei Nangina engagieren sich zu 95 Prozent Kinder und Jugendliche. Wo gibt's das noch, dass junge Leute so etwas freiwillig machen?”

Jedes Wochenende fährt der Nangina-Vorsitzende mit den Kindern und Jugendlichen los – oft zu Gemeinden in NRW, aber auch nach Schleswig-Holstein oder Berlin, sogar am Bodensee war man schon. „Die Kinder gestalten die Gottesdienste selbst und tragen Texte vor”, erklärt der Wittener. „Dadurch werden die Leute begeistert, uns zu unterstützen.” Und selbst haben die Kinder auch ihren Spaß: „Es ist immer wieder toll, neue Leute und neue Orte kennenzulernen und dazu noch armen Ländern zu helfen”, sagt Daniel Chrobok (15).

An so einem Wochenende würden oft mehrere hundert Euro gesammelt. Geld, von dem man wisse, dass es ankommt. Dann holt Ribberger Zeitungsartikel aus dem Schrank, zeigt auf Bilder aus Äthiopien und Namibia, erzählt von vielen Projekten. „In Attat, in Äthiopien”, sagt 59-Jährige, „haben wir den Menschen OP-Materialien zur Verfügung gestellt – unter anderem ein Narkosegerät für 36 000 Euro.” Zurzeit würden drei weitere Geräte im Vereinsbüro stehen und auf ihren Einsatz warten.

Oft hapere es aber schon an der Einfuhr: „Wir müssen an den Grenzen unglaublich viel Steuern zahlen”, sagt der Nangina-Vorsitzende ernüchtert. Doch letztlich überwiege das Positive, etwa der Bau eines Krankenhauses in Nangina, der Stadt, der der Verein seinen Namen verdankt. Oder der Eröffnung einer fünf-stöckigen Schule in Nairobi. Dort wo „die Menschen in Wellblechhütten und ohne fließendes Wasser leben müssen”.

Kontakt: 94 11 37.

Dennis Sohner

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