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Debussy-Klänge verzaubern Zuhörer in der Uni

07.02.2016 | 13:26 Uhr
Debussy-Klänge verzaubern Zuhörer in der Uni
Werke des berühmten französischen Komponisten Claude Debussy (1862 - 1918) standen im Mittelpunkt des Konzerts an der Wittener Universität.Foto: Henri Manuel

Witten.   Alexander Jakobidze-Gitman (Klavier) und ein Instrumentalquintett zelebrierten in der Uni Witten Klanggebilde von zerbrechlicher Schönheit.

Schwarze Vorhänge verkleinerten die große Eingangshalle der Uni Witten und schufen so den intimen Rahmen für ein Klangerlebnis von außergewöhnlicher Schönheit und Eindringlichkeit.

Die durch die hohen Decken begünstigte etwas hallige Akustik blieb trotzdem erhalten und bildete somit die ideale Voraussetzung für die meist zarten und traumverlorenen Klänge des französischen Komponisten Claude Debussy.

Es war ausschließlich Musik des großen Impressionisten, die am Samstagabend (6. 2.) zu Gehör gebracht wurde. Ausschnitte aus seinem Klavierwerk „Préludes“ wurden von Alexander Jakobidze-Gitman mit großem pianistischen Können und musikalischer Reife vorgetragen. Weitere Sätze wie „Der Wind in der Ebene“, „Die versunkene Kathedrale“ oder „Der Tanz des Puck“ führten in eine Welt sinnlicher und träumerischer Erfahrungen.

Die in der Originalschrift des Komponisten vorgetragene Klaviermusik wurde immer wieder durch das Instrumentalquintett unterbrochen, welches aber die Musik Debussys in Bearbeitungen oder auch freier Improvisation vortrug. Dabei gefiel besonders der in der Überschrift angeführte Titel durch seine gefühlvolle Auslegung, die trotz zeitgenössischer Deutung den Nerv Debussys genau traf.

Posaunist imitiert das Knirschen der Schritte im Schnee

Die Zusammensetzung des Quintetts mit Elise Dabrowski (Stimme, Kontrabass), Doesjka van der Linden (Harfe), Mike Svoboda (Posaune), Matthias Stich (Klarinette) und Michael Kiedaisch (Vibraphon) versprach eine farbige Klanggestaltung in verschiedenen Kombinationen.

Elise Dabrowski trug mit wundervoll weicher und lyrischer Sopranstimme das poetische Lied „Das Haar“ vor, welches von einem zauberhaften Traum eines verliebten Paares handelt. Der Posaunist imitierte im Lied „Fußstapfen im Schnee“ täuschend echt das Knirschen der Schritte im verharschten Schnee.

Das Quintett beschloss den impressionistischen Abend mit dem Titel „Sentimentaler Dialog“, in dem sich zwei ehemals Liebende unterhalten, aber nicht erreichen. Diese traurig melancholische Musik wurde vom Quintett einfühlsam vorgetragen und verklang im Nichts. Wie schön kann Musik ohne übergroße Lautstärken sein. Die nachdenklichen Zuhörer dankten mit viel Beifall.

Peter Tölke

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2016-02-07 13:26
Witten