Das Restaurant „André's 1726“ in Witten führt die Bestenliste an

Koch und Inhaber André Vordenbäumen aus Witten-Herbede vom Restaurant "Andre's 1726".
Koch und Inhaber André Vordenbäumen aus Witten-Herbede vom Restaurant "Andre's 1726".
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Wittener Restaurant „André's 1726“ landet im Revier-Gastroführer „Ruhrgebiet geht aus“ in der Kategorie „Jung und kreativ“ auf Platz 1. Der Chef ist stolz.

Witten.. Diesen Monat läuft’s bei André Vordenbäumen: Samstag hat er seinen 40. Geburtstag gefeiert und geheiratet. Und als besondere Überraschung gab’s noch eine Auszeichnung dazu: Der Gastronomieführer „Ruhrgebiet geht aus“ hat das Restaurant des Herbeders, das „André’s 1726“ in Witten in seiner aktuellen Ausgabe in der Bestenliste auf Platz 1 gehoben – in der Kategorie „Jung & kreativ“. Der Chef kommt aus dem Strahlen gar nicht heraus: „Ich bin so stolz!“

Motto "Feine Deftigkeit"

Dabei hätte er von der Auszeichnung fast nichts mitbekommen. „Als mein Lieferant mir gratulierte, dachte ich, er meint die Hochzeit“, schmunzelt Vordenbäumen. Also: Rasch das Heft gekauft – und dann gestaunt: „Die Tester müssen schon vor einiger Zeit da gewesen sein“, mutmaßt er. Denn das Angebot habe sich seitdem etwas verändert. Die Kategorie „Jung & kreativ“ geht für den Herbeder klar: „Ja, das sind wir.“ Wobei er selbst seine Küche anders beschreiben würde: „Feine Deftigkeit“ ist sein Motto, Essen ohne viel Schnickschnack, aber auf hohem Niveau: Saucen sind sein Steckenpferd, gute Zutaten sein Versprechen. „Wenn es bei uns Wildkräutersalat gibt, dann sind da auch Wildkräuter drin.“

Engagiertes Team

Doch nicht nur seiner guten Küche schreibt der Chef den Erfolg zu. Auch sein engagiertes Team könne er nicht oft genug loben. Und schließlich habe sicher auch das Ambiente zur guten Platzierung beigetragen: Jahrelang hatte Vordenbäumen mit seiner Frau Annette das alte Fachwerkhaus in der Schulstraße restauriert, ein Umbau, der viel Nerven, Kraft und Geld gekostet hat. Aber es habe sich gelohnt: „Ich habe mir hier einen Lebenstraum erfüllt.“

Nicht nur die Kritiker, auch die Gäste wissen das zu honorieren: Seit das Restaurant im Dezember 2013 eröffnet wurde, ist es fast immer voll: „Ich habe noch nie in einem Laden gearbeitet, der so gut besucht wurde“, versichert der Chef und bittet: „Aber schreiben Sie nicht, wir seien immer ausgebucht – nachfragen lohnt sich immer!“ Manchmal sei etwa „Tisch 0“ noch frei – und von dem aus könne man dem Koch sogar bei der Arbeit zusehen.

Offen für jedermann

Und wenn er einen Wunsch frei hätte? „Dann wünsche ich mir, dass es so weiter läuft und mein Personal bei mir bleibt.“ Und wie wäre es mit einem Stern? „Nein, auf keinen Fall. Wir kochen weiter so, dass jedermann hier reinkommen kann.“

Das Heft „Ruhrgebiet geht aus“ ist für 8,90 Euro im Buchhandel erhältlich.