Das Lob Gottes blüht vor der Tür
16.09.2011 | 16:19 Uhr 2011-09-16T16:19:40+0200
Witten.Oft wird sie darauf angesprochen, dass ihr Name toll zu ihrem Beruf passt: Christiane Engelsing ist seit 25 Jahren Pfarrerin. Sie begann in der damaligen Christus-Kirchengemeinde, der heutigen evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde - und dort arbeitet sie noch immer.
Einmal in eine andere Gemeinde zu wechseln, dieser Gedanke ist der 57-Jährigen nie gekommen. „Das war hier meine erste Stelle, und ich bin zufrieden.“ Viele Veränderungen hat sie in den zweieinhalb Jahrzehnten miterlebt. „Damals gab es hier drei Pfarrstellen, wir arbeiteten sehr bezogen auf den Bezirk.“ Später dann kam der Umbau des damaligen Gemeindesaales zu Büros, die das diakonische Werk anmietete. „2006 wurden wir dann mit der Gemeinde Heven zur Trinitatis-Gemeinde.“
In der Gemeindearbeit spürt die zweifache Großmutter, dass „die Menschen sich nicht mehr langfristig binden möchten. Sie engagieren sich lieber in zeitlich begrenzten Projekten.“ Sie merke auch, dass es vielen Familien finanziell nicht gut ginge.
„Das ist ein echter Vollzeitjob“
Menschen zu begleiten, in guten wie in schlechten Zeiten, überhaupt mit Menschen in Kontakt zu sein, das macht für sie den Reiz ihres Berufes aus. Seit 1994 ist sie für das Gustav-Adolf-Spendenwerk aktiv, das sich für Gemeinden in Ländern engagiert, in denen die evangelische Kirche in der Minderheit ist. Außerdem ist sie die stellvertretende Vorsitzende der Frauenarbeit Westfalen des Werkes. Viel Freizeit kennt die in Kiel geborene Seelsorgerin nicht. „Pfarrerin zu sein, das ist ein echter Vollzeitjob.“
Für die Seniorenarbeit ist sie in der Gemeinde verantwortlich, für die Beerdigungen - aber auch für die Betreuung des Kindergartens Christuskirche. „Dort halte ich regelmäßig Andachten und organisiere vier Mal im Jahr Familiengottesdienste.“
Freude bereitet Engelsing, die in Essen aufwuchs, in Bochum Theologie studierte und ihr Vikariat in Bochum absolvierte, die jährliche Seniorenfreizeit nach Norderney. Sie selbst entspannt sich auf Spaziergängen mit ihrem Hund - und bei Fahrten mit ihrem Wohnmobil. „Das ist dann mein Ausgleich.“
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