Kinderessen, auch gut aufzuwärmen

Bei Sabine Brasse (rechts) gab es Rotkohlauflauf, den die Leserin mit WAZ-Redakteurin Susanne Schild zubereitete.
Bei Sabine Brasse (rechts) gab es Rotkohlauflauf, den die Leserin mit WAZ-Redakteurin Susanne Schild zubereitete.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Rotkohlauflauf der Familie Brasse ist eine schmackhafte Eigenkreation. Ein WDR-Rezept wurde einfach umgemodelt. Und allen schmeckt’s

Witten..  Auf eines können sich die drei Männer im Hause Brasse verlassen: Mittags gibt es immer ein frisches, warmes Essen. „Und Mama kocht gut“, schwärmt Sohn Felix Brasse (16), der seine Freistunden nicht am Albert-Martmöller-Gymnasium, sondern zu Hause verbringt. Obwohl es Kohl gibt!

Der Rotkohlauflauf ist eine Familienerfindung. Und das kam so: Man hörte Helmut Gote im WDR2-Radio über ein Wirsing-Rezept plaudern. Das schien gut, aber nicht ideal. Also wird experimentiert: statt Wirsing Rotkohl, statt Teig Kartoffelpüree. Heraus kam weniger Quiche, mehr Kinderessen. Nur Gotes Grundidee blieb, Kohl mal nicht gekocht als Wintergericht zu essen, sondern als vegetarischen Auflauf. Und: Man kann das Gericht gut wieder aufwärmen, etwa, wenn abends Vater Brasse nach Hause kommt.

Gartenkräuter selbst gemischt

Natürlich werde nicht jeden Mittag ein solcher Aufwand betrieben, versichert Sabine Brasse, während sie tapfer Zwiebeln schnippelt, einen Berg Kartoffeln und den Rotkohl. Ach, die Gartenkräuter trocknet und mischt sie übrigens selbst, der Bergkäse wird natürlich frisch gerieben (und nicht in der Tüte gekauft)! In einer großen Pfanne brät sie erst die Zwiebeln, dann den Rotkohl an. Familienhund und Autorin nehmen verzückt Witterung auf: Das riecht toll! Sabine Brasse schaufelt und wendet, zwischendurch kochen sich die Kartoffeln püreeweich.

Frau Brasse ist der Zwischendurch-Aufräumtyp: schmutzige Pfannen verschwinden, kurz wird gewischt. Ihre üppig dekorierte Küche blitzt schon wieder, als im Ofen Püree und Rotkohl mit der Schmand-Sahne-Sauce überbacken werden. Hm, ob das genauso lecker schmeckt, wie’s aussieht?

Und so geht’s

Zutaten:
Ca. 1,5 Kilo Rotkohl
3 Kilo Kartoffeln
2 große Tassen Brühe, eine Drittel Tasse Rotweinessig
3 größere Zwiebeln
2 Becher Schmand
1 Becher Sahne
250 gr geriebenen Bergkäse
1 Ei
Salz, Pfeffer, Kräuter
300 ml Buttermilch
½ Stück Butter

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden und weich kochen. Die Zwiebeln schnippeln und in einer großen Pfanne in relativ viel Öl anbraten. Auch den Rotkohl klein schneiden, zu den Zwiebeln geben und ebenfalls anbraten.

Das Rotkohl-Zwiebel-Gemisch in einen großen Topf kippen, Brühe und Essig (nicht zu viel!) zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und köcheln lassen, bis der Rotkohl weich ist. Derweil eine Sauce herstellen aus Schmand, Sahne, der Hälfte des geriebenen Käses, Ei und den Kräutern. Auch der Kartoffelbrei muss vorbereitet werden: die Kartoffeln stampfen, Sabine Brasse mischt Buttermilch und Butter unter.

Anschließend eine Auflaufform mit Backpapier auslegen. Man schichtet hier: Kartoffelpüree, Rotkohl, wieder Püree und erneut Rotkohl. Zuoberst die Sauce und den Reibekäse.

Bitte darauf achten, dass das Essigwasser des Rotkohls im Topf bleibt.