Das Freibad Annen putzt sich für den Sommer raus

Bäderchef Dennis Hippert freut sich über die neue gestaltete Wärmehalle.
Bäderchef Dennis Hippert freut sich über die neue gestaltete Wärmehalle.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Noch wird geschrubbt und gejätet in Annen. Doch bald soll alles für die neue Saison fertig sein.Auch die Wärmehalle wurde saniert und neu gestaltet.

Witten..  Das ist ein Zeichen, dass der Sommer bald kommt: Stahlblau schimmert bereits das Wasser im Freibad – und das liegt nicht an den paar Sonnenstrahlen, die sich durch die Wolkendecke quetschen. „Nein, das liegt am Chlor“, erklärt Bäderchef Dennis Hippert und gerät gleich ins Schwärmen: Das frische Wasser, das Ostern eingelassen wurde, schimmere im Edelstahlbecken eigentlich grün. Erst durch Chlor entstehe dann der Eindruck, das Wasser sei blau. „Und wenn die Farbe dann wechselt, das ist schon ein tolles Bild.“

Keine Frage: Hippert hat auch nach seinem ersten Jahr als Bäderchef noch immer nicht die Nase voll vom Freibad. Auch wenn es viel Arbeit macht, deutlich mehr Arbeit als die Hallenbäder. „Die Außenanlagen, das große Gelände – hier gibt’s das ganze Jahr über was zu tun.“ Und jetzt, kurz bevor die Saison startet, wird besonders emsig gearbeitet. Die drei Azubis zupfen das Unkraut aus den Fugen, von Hand, versteht sich: Gift ist hier natürlich nicht erlaubt.

Sturnschäden wurden beseitigt

Buchstäblich mit Hochdruck – mit dem Kärcher nämlich – werden die Gitter auf Hochglanz gebracht. Der Rasen ist gemäht, die Mauer repariert. „Und letzte Woche haben wir die Sturmschäden an den Bäumen beseitigen lassen“, sagt Hippert.

Er ist „definitiv zuversichtlich“, dass bis zur Saisoneröffnung im Mai alles fertig sein wird. Dabei sah es zwischenzeitlich gar nicht so gut damit aus: Die Fliesen für die frisch sanierte Wärmehalle wurden nämlich mit Verspätung geliefert. Dadurch kamen die Handwerker in Zeitnöte. „Aber dann hat es doch noch geklappt – die Kollegen geben hier wirklich alles, dass wir den Termin einhalten können“, lobt der Chef.

Die Zargen fehlen noch

Aber bis dahin ist noch einiges zu tun: Die neuen, geschlossenen Duschkabinen in der Wärmehalle sind zwar schon eingebaut, die große, behindertengerechte Umkleide auch. Die Wände sind hell und freundlich gefliest, weiß mit einem blauen Fries. „Corporate design“, nennt es Hippert: Man kennt das Muster also bereits aus den anderen sanierten Bereichen im Bad. Jetzt fehlen noch die Zargen und die ganze Feinarbeit. „Aber dann ist alles fertig – das Bad ist durchrenoviert. Wenn wir nicht wieder irgendwo von vorn anfangen müssen. . .“

Es kann also bald losgehen. Für die neue Saison wünscht sich der Chef vor allem dies: „Eine ruhige, stressfreie Zeit für Besucher und Kollegen und dass niemand zu Schaden kommt.“ So einen Fall wie im letzten Jahr, als ein Fünfjähriger beinahe ertrunken wäre, „das brauchen wir wirklich nicht noch einmal“.

Traumbilanz im Jahr 1996

Aber Besucher, die braucht das Bad schon. Wie seine Traumbilanz aussähe? Da braucht Hippert nicht lange zu überlegen: „So wie im Super-Sommer 1996: Da hatten wir 176 000 Gäste.“ Das Bad ist fast bereit. Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Hitze.