Das Drama geht weiter

Sonja Leidemann hat sich dieses Mal verschätzt. Natürlich sind Partei-Schiedsgerichte nicht unfehlbar, aber eine Schlappe bleibt eine Schlappe. Lange gerungen hat die Kommission um ihr Urteil nicht. Man fragt sich, woher Leidemanns Vertrauen rührt, in zweiter Instanz bessere Argumente aufzutischen – und dann?


Um ihr Bürgermeister-Amt weiter bis zur Wahl auszuüben, braucht sie ihr SPD-Parteibuch nicht. Sie braucht es nicht mehr, sagen ihre Gegner. Sie hat es aber schon zweimal gebraucht, um überhaupt so weit zu kommen. Kann ihr das egal sein?


Ihre Anhänger werden weiter ihr Stehvermögen bewundern, ihre Gegner ihre Sturheit verwünschen. Das Drama um die zerrissene SPD geht weiter – wie viele Akte noch?