Cocktails mixen in der Wittener Werkstadt

Schlürften die Drinks entspannt in der Werkstadt: Viktoria (v. li.), Laura und Shaleen beim Cocktail-Workshop.Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services
Schlürften die Drinks entspannt in der Werkstadt: Viktoria (v. li.), Laura und Shaleen beim Cocktail-Workshop.Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services
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Was wir bereits wissen
Wie’s geht und wie’s klasse schmeckt lernten die Teilnehmer beim Cocktail-Workshop in der Werkstadt.Die Drinks kamen ganz ohne Alkohol aus.

Witten..  Das Wetter machte nicht gerade Lust auf prickelnde Cocktails. Der Sandstrand vor dem Jugendcafé Treff blieb auch verwaist. Aber trotzdem kamen viele Neugierige vorbei, um beim zweiten Workshop im Cocktail-Mixen dabei zu sein. Einfach die Seele baumeln zu lassen und spritzige Cocktails zu kreieren. Und diese später entspannt durch dicke Strohhalme zu schlürfen.

Barmixer Jeffrey Pegas ist Profi. Er kennt alle Tricks und viele Rezepte. Allerdings sind die Cocktails des Abends ganz besonderer Natur. Denn Alkohol fehlt total auf der Zutatenliste. „Ein guter Cocktail braucht keine hochprozentigen Drehungen“, versichert Jeffrey lachend. Geduldig erklärt er den jungen Leuten, was als Erstes zu tun ist. „Die Limetten achteln und die Orangen in Scheiben schneiden. Das ist nicht schwer.“ Und alle lachen.

Auf der improvisierten Arbeitsplatte - dem Billardtisch - ist alles sorgfältig vorbereitet. Jede Menge Gläser, Shaker und Trinkhalme warten auf das, was kommt. Das ist sozusagen die Hardware. Dann gibt es noch jede Menge Software. Crushed Ice, Limetten und Orangen, Rohrzucker, Minze, diverse exotische Sirupsorten, Ananas-Saft, süße Sahne in flüssiger Form und natürlich Eiswürfel.

Teilnehmer finden Veranstaltung auch ohne Sonne und Sand cool

Auf all dies stürzen sich die Nachwuchs-Mixer und Mixerinnen nach den Anweisungen von Jeffrey. Zum Anfang gibt es einen Cocktail namens „Fresh-up“ - angelehnt an den klassischen „Caipirinha“ - allerdings runtergebrochen auf die jugendlichen Gäste - ohne Alkohol. Nach vorsichtigem Schütteln und Rütteln im Shaker - sickert das spritzige Getränk in die Gläser. Die „Schlacke“ wie Limetten-Fleisch, Kerne und Eiskristalle bleiben im Mix-Gefäß.

Kritisches Probieren ist angesagt. Janine (18) und Danielle (21) sind nicht überrascht. Beide Cocktails schmecken irgendwie anders. „Das war im letzten Jahr auch so, weil wir die Zutaten frei nach Schnauze nehmen. Aber bei einem Profi schmeckt jeder Drink wie der andere. Und der weiß nämlich genau, wieviel von was er nehmen muss“, lacht Danielle.

Viktoria (16), Sharleen (15) und Laura (17) sind Freundinnen und im Trio gekommen. Sie sind zum ersten Mal beim Workshop und finden es auch ohne Sand und Sonne total cool. Peter (22) will dem Barmixer über die Schulter schauen und ihm vielleicht auch ein paar Rezepte für scharfe Cocktails abluchsen. Sein Lieblingscocktail heißt Zombie. Was drin ist, weiss er nicht. Aber der Name verspricht schon einiges.

Witzig schmeckt der Cocktail „Swimming-Pool“

Vier Cocktails stehen beim Workshop auf der „Tagesordnung“. Und natürlich dürfen sich alle Teilnehmer ein ganz individuelles Getränk aus den Zutaten mixen. „Try and Error“ - soll er bei allen gleich heißen, aber sicherlich wird er nicht gleich schmecken. Überraschung.

Witzig mundet auch der Cocktail namens „Swimming-Pool“. Bereitwillig gibt Jeffrey jedem eine „How-to-do-Liste“ mit auf den Weg. „Also - man nehme: Schlagsahne, gestoßenes Eis, Ananassaft, Kokossirup und Blue-Curacao, fülle alles in einen Shaker und schüttele diese Mischung kräftig zwei Minuten lang. Dann fülle man die Flüssigkeit vorsichtig in ein gekühltes Glas mit einem Eiswürfel. Das ist alles“, lacht Jeffrey. Und alle prosten und lachen ihm zu. Es geht wirklich auch ohne Alkohol. Es ist einen Versuch wert.