Centrum für seltene Erkrankungen Ruhr stellt sich vor

Mit einer Fachtagung präsentiert sich das Centrum für seltene Erkrankungen Ruhr (Ceser) am kommenden Mittwoch der medizinischen Fachöffentlichkeit.

Ceser ist eine gemeinsame Einrichtung der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Witten/Herdecke sowie deren Universitätskliniken, Institute und Abteilungen. Das Symposium beginnt um 17 Uhr, Tagungsort ist das FEZ an der Alfred-Herrhausen-Straße 44. Durch das nationale Aktionsbündnis für Menschen mit seltenen Erkrankungen sind die sogenannten „Waisen der Medizin“ mehr in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit des Gesundheitssystems gerückt. Ziel ist es, eine Verbesserung der Versorgungssituation dieser Patientengruppen zu erreichen.

Das Symposium stellt einige Expertenzentren vor, in denen bereits erfolgreich Patienten mit seltenen Erkrankungen betreut werden. Oftmals gelingt aufgrund der Seltenheit einzelner Erkrankungen die Diagnose nicht oder erst zu spät. Die Folge kann sein, dass Therapien (zu) spät oder unspezifisch eingesetzt werden. Die Möglichkeiten zur gezielten Vorbeugung, Beratung oder zur Behandlung werden häufig verpasst oder sind insgesamt noch nicht ausreichend erforscht oder belegt.

Ceser ermöglicht es nun, durch fachübergreifende Zusammenarbeit der vernetzten Einrichtungen, eine umfassende Patientenversorgung von rund 120 seltenen Krankheitsbildern zu gewährleisten: Insbesondere für eine frühzeitige Diagnostik und Behandlung sowie im Hinblick auf neue Ansätze für Therapien.

Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die Kinder- und Jugendmedizin ein: Rund die Hälfte der 120 im Ceser behandelten Erkrankungen fallen in diesen Bereich.