CDU sauer: Verkehrspolitiker wurden nicht beteiligt

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Witten..  Die neuen Abbiegeverbote am Bahnübergang Pferdebachstraße stoßen auf großes Unverständnis bei der Wittener CDU. Die Union ist sauer – sie wollte wenigstens vorher gefragt werden.

Stadtauswärts dürfen Autofahrer dürfen nicht mehr hinter der Schranke in die Ziegelstraße einbiegen. Und wer aus der Ziegelstraße kommt, darf nur noch nach rechts einbiegen – nicht mehr Richtung Innenstadt.

Anwohner der Ziegelstraße und weiterer Straßen müssen nun den Umweg über die Dortmunder Straße in Kauf nehmen. Vor einem so „starken Eingriff“ hätte der Verkehrsausschuss zwingend beteiligt werden müssen, beschwert sich die CDU-Fraktion. Dieser ist für alle wichtigen verkehrsordnenden Maßnahmen zuständig. Über eine Anfrage an die Bürgermeisterin will die Union jetzt geklärt wissen, wie die Stadtverwaltung den Begriff „wichtig“ definiert.

Außerdem will der CDU nicht einleuchten, warum die Entscheidung erst nach dem Neubau der Schranke getroffen wurde. Die dafür genannten Gründe träfen dort doch „seit mindestens 20 Jahren oder länger zu“.

Die neuen Abbiegeverbote sollen, wie berichtet, Rückstaus bis auf die Schienen verhindern. Verschärfte allgemeine Richtlinien gelten seit spätestens 2006. Weder Stadt noch Bahn sahen sich aber wohl veranlasst, alle bestehenden Übergänge darauf zu überprüfen. Nach dem schweren Unfall vom Dezember – der Übergang war nicht gesichert – und dem Bau der neuen Schrank hatte das Eisenbahnbundesamt dann eine „Verkehrsschau“ angeordnet.