Caritas und DRK Witten fördern Austausch der Kulturen

Wilm Ossenberg (v.l.), Marion Scholten (beide DRK), Stephanie Rohde, Maria Gavrish und Hartmut Claes (alle drei Caritas).
Wilm Ossenberg (v.l.), Marion Scholten (beide DRK), Stephanie Rohde, Maria Gavrish und Hartmut Claes (alle drei Caritas).
Foto: Caritas
Was wir bereits wissen
Unter dem Motto „Land im Koffer“ sind Menschen aller Nationalitäten dazu eingeladen, sich und ihr Land anderen näher zu bringen.

Witten..  Ganz nah dran sein an fremden Kulturen, diese erleben können – mit diesem Ziel starten Caritas und das Rote Kreuz Witten ein gemeinsames Projekt. Unter dem Motto „Land im Koffer“ laden sie Menschen aller Nationalitäten dazu ein, sich und ihr Land anderen näher zu bringen.

Dieses soll mit Koffern geschehen, die gepackt werden. Mindestens zehn sollen es sein. „Darin müssen nicht nur landestypische Gegenstände sein. Es können auch Dinge hinein, die jemanden persönlich an die Heimat erinnern“, erklärt Marion Scholten, Leiterin der Integrationsagentur des DRK.

Koffer mit Leben füllen

Die leeren Gepäckstücke gibt es, jetzt müssen sie nur noch mit Inhalt, etwa landestypischer Kleidung, mit Büchern oder Lebensmitteln gefüllt werden. „Mit Leben eben“, sagt Scholten. Dafür gibt es insgesamt 1500 Euro, die die Caritas-Stiftung Paderborn zur Verfügung stellt.

Zusätzlich sollen die Koffer mit grundlegenden Infos über die Länder bestückt werden. Also: Wie viele Menschen leben in einem Land? Wie heißt die Hauptstadt? Welche Sprache oder Sprachen werden gesprochen? Man werde Menschen natürlich bei der Erstellung eines Koffers begleiten, erklärt Caritas-Projektleiterin Stephanie Rohde.

Ziel: Mit gepackten Gepäckstücken auf Reisen gehen

Ebenfalls angedacht: Die „Kofferpaten“ sollen mit vollen Koffern auf Reisen gehen, um von ihrem Land und ihrer Kultur zu erzählen. Zum Beispiel in Schulen.

Bereits Interesse signalisiert haben Zuwanderer aus Bosnien, Griechenland und der Türkei, aber auch aus Ländern wie Marokko, Tunesien und Botswana. Rohde und Scholten möchten auch einen „deutschen“ Koffer befüllen: Mit künstlichem Rollrasen, einem Gartenzwerg und vielen Formularen, etwa. Die deutsche Bürokratie halt.

„Wir wollen auch über Klischees einen Austausch erreichen. Es geht uns darum, miteinander zu reden, einander kennenzulernen, mit Vorurteilen aufzuräumen“, erklären die beiden Organisatorinnen.

Wer mitmachen möchte: Am 15. April findet von 17 bis 18 Uhr ein Informationstreffen im Rotkreuz-Zentrum an der Annenstraße 9 statt. Info gibt’s auch unter der Telefonnummer 02302 / 910 90 33.