Bunte Gala beim Wittener „Familienverein“ TuS Stockum

Ein lustiger Einfall mit verblüffendem Effekt íst der Strumpfhosentanz.
Ein lustiger Einfall mit verblüffendem Effekt íst der Strumpfhosentanz.
Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mit einer bunten Gala feierte der TuS Stockum jetzt das 50-jährige Bestehen der Abteilung Gymnastik und Tanz.

Witten..  Die Stockumer Sporthalle hat sich an diesem Abend in eine Festhalle verwandelt – wo sonst gelaufen, gespielt und geturnt wird, stehen nun lange, schön dekorierte Tische, bunt geschmückte Schirme und ein imposanter Schwan aus Pappmaché.

Im Eingangsbereich sind liebevoll gestaltete Fotowände aufgebaut, die einen informativen und humorvollen Blick zurück bis ins Jahr 1965 werfen. Vieles hat sich verändert in diesem langen Zeitraum – eines aber bleibt bestehen: Man merkt, dass in dem Traditionsverein neben dem gemeinsamen Sport der enge menschliche Zusammenhalt eine wichtige Rolle spielt.

„Wir sind ein Familienverein“, sagt Peter Ludwig, Vorsitzender des TuS Stockum. „Oft sind mehrere Generationen einer Familie bei uns vertreten, viele werden bereits mit Geburt Mitglieder, wie unser Vorstandsmitglied Monika Middelmann – sie wird heute für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Und raten Sie mal, wie alt sie ist!“ Genau – sie ist exakt so alt wie die Abteilung, die heute gefeiert wird.

Humoristischer Höhepunkt ist der Strumpfhosentanz

Drei Stunden Programm erwartet die Gäste an diesem Abend Keine Minute davon ist langweilig! Den Anfang macht die Jazztanztruppe, die gleich für richtig gute Stimmung sorgt. Und die Turner zeigen, dass der Verein ein wirklich hohes professionelles Niveau hat: Was die jungen Sportler da präsentieren, geht schon eher in Richtung Akrobatik!

Der humoristische Höhepunkt ist der originelle Strumpfhosentanz, der von den Tänzern, die sich zu zweit ein Beinkleid teilen, viel Geschick und Gleichgewichtssinn fordert. Zwischen den Show-Nummern finden zahlreiche Ehrungen für verdiente Mitglieder statt: Gründungsmitglieder der ersten Stunde, Jubilare und der Altvorstand der Abteilung, der sich in diesem Jahr verabschiedet, werden mit sehr persönlichen Worten, Urkunden und der einen oder anderen Anekdote geehrt. Für viel Erheiterung sorgt die launige Bildpräsentation aus den vergangenen 50 Jahren, die Ausflüge, Feiern und sportliche Erfolge Revue passieren lässt und einen sehr menschlichen Einblick in das fröhliche Miteinander gewährt.

Wie harmonisch Tradition und Moderne Hand in Hand gehen können, beweisen die Tänzer und Tänzerinnen der noch jungen „Showdance“-Abteilung: Unter der Choreografie von Daniel Anders und Robin Molenda, die auch selbst mittanzen, entführen die talentierten Künstler das Publikum in zauberhafte Märchenwelten und lassen Aschenputtel, Schneewittchen und Co. in wunderschönen Kostümen zu zeitgemäßer Musik höchst lebendig werden. „Das hat sehr viel Spaß gemacht“, strahlt Daniel Anders. „Wir hatten nicht viel Zeit für die Vorbereitung, aber alle haben toll mitgemacht und hart trainiert.“

Nach dem offiziellen Programm übernimmt die Band „Michael und the Tweens“ die Bühne. Bis tief in die Nacht wird noch getanzt und gefeiert - denn fit genug für eine solche Nachtschicht sind hier alle!