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Bunte Aussichten für Bettlägerige

11.08.2009 | 13:33 Uhr
Bunte Aussichten für Bettlägerige

Mit großen Augen reibt Ruth Irle die ausgelegten Seidentücher zwischen ihren Fingern: „Schön!”. Direkt bastelt sie sich aus dem bunten Tuch eine Kopfbedeckung während ihre Mitbewohner am Tisch im Haus Buschey die bunten Tücher bewundern. „Seide” und „ganz weich” lauten ihre Einschätzungen.

Ein kleiner Vorgeschmack auf die Freude, die Freiwillige den Altenheimbewohnern an der Wengernstraße am 12. September machen können. Das Motto der Mitmachaktion lautet: „Mobiles für Bettlägerige”. Es wäre toll, wenn freiwillige Helfer an diesem Tag Mobiles für unsere immobilen Mitbewohner basteln würden, so Hausleiter Robby Staude.

„Ein Mobile über dem Bett ist ein toller visueller Effekt, der den Bettlägerigen neue Anreize gibt”, fügt Anja Schleiden, leitende Mitarbeiterin des sozialtherapeutischen Dienstes hinzu.

Zwei Stunden sind am Freiwilligensamstag für den Bastelkurs veranschlagt. Die Mobiles seien schnell und einfach herzustellen und könnten sofort zur Freude der Hausbewohner aufgehängt werden.

„Ein kreatives Treffen mit viel Spaß, um Hemmschwellen abzubauen,” wünscht sich Altenthearapeut Guido Rohde für den Freiwilligentag. Eine Art Schnuppertag, ohne Zwang und ohne weitere Verpflichtung. „Über eine längerfristige Arbeit würden wir uns sehr freuen, aber das wäre dann erst der nächste Schritt”, sagt Robby Staude. Erst einmal stehen eine lockere Kontaktaufnahme und die Anfertigung der Mobiles im Vordergrund. „Für solche schönen Aktionen ist im normalen Pflegealltag leider oft keine Zeit”, erklärt Anja Schleiden, „deshalb ist die ehrenamtliche Unterstützung sehr wichtig.” Und ein gewinn für beide Seiten, findet sie: „Es ist für alle Altersgruppen zwischen 18 und 88 Jahren sicherlich eine Bereicherung.”

Gute Erfahrung mit ehrenamtlichen Engagement machen die Mitarbeiter und Mitbewohner im Haus Buschey bereits mit dem wöchentlichen Waffelbacken. „Jeden Dienstag von 14.30 bis 16.30 Uhr duftet es im ganzen Haus nach frischgebackenen Waffeln”, erzählt Guido Rohde. „Auch dafür brauchen wir immer wieder Unterstützung.”

Michaela Schloemann

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