Bunt und schrill zur XXL-Party
20.07.2008 | 16:53 Uhr 2008-07-20T16:53:00+0200
Paradiesvögel und Jeansfans, Miniberockte und Plateauschuhträger, sie alle kannten am Samstag nur ein Ziel: Dortmund. Und der Weg zur Loveparade begann für viele Wittener im kunterbunten Gedrängel am Hauptbahnhof.
Auch Maria Markfeld und ihre Freundinnen machten sich hier auf den Weg, um zu den 1,6 Millionen Partyfans zu gehören, die vom Mittag bis in die Nacht tanzten, schwitzen und feierten. Die Krücken, die sie seit einem Unfall mit dem Motorroller braucht, konnten die 16-Jährige nicht stoppen. „Ich habe genauso mitgetanzt wie die anderen. Es war total schön und ich habe mich gefreut, dass ich alles trotz der Krücken gut geschafft habe.” Zu Fuß und mit dem Taxi kam sie zur B1, die für die Loveparade in Dortmund gesperrt worden war. Und dort genoss sie die XXL-Party. „Die Stimmung war super, es gab viele lustige Leute, richtig bunt angezogen und alle waren supergut drauf”, erzählt sie. Schon im Zug hätten sie viele Leute aus ganz Deutschland kennengelernt und mit ihnen dann zusammen gefeiert. Das sei auch das Besondere der Loveparade – dass alle Menschen gemeinsam Party machen. Das kann Lena Schneider nur unterschreiben. „Alle waren gut drauf, die Stimmung war super – sogar beim Regen”, sagt die 25-jährige Referendarin. Zumindest bei den ersten kleinen Güssen. Auf diese hatten sich Lena und ihre Bekannten bestens vorbereitet mit schnell trocknender Sportkleidung – und gelben Müllsäcken. „Doch dann kam ein riesiger Guss. So schnell, dass nichts mehr geholfen hat. Wir wurden nass bis auf die Knochen.” Ganz so alt wurde Lena Schneider dann auch nicht bei der Loveparade in Dortmund. „In Essen war das Wetter viel besser, den Unterschied hat man schon gemerkt.” Leicht bekleidet waren viele Raver trotzdem. „Wir haben drei Grazien mit Neonbikinis und Highheels gesehen”, erzählt Lena Schneider. Allerdings nicht mehr nach dem Wolkenbruch. Dass die Loveparade von Berlin ins Ruhrgebiet umgezogen ist, findet sie klasse: „Nach Berlin wäre ich nicht gefahren, hier ist die Loveparade immer in der Nähe. Außerdem ist sie hier auch gut aufgehoben”, so die 25-Jährige. „Die Menschen im Ruhrgebiet feiern einfach gerne.” Als nervige Erinnerung hat sie eine Erkältung von der Loveparade mitgenommen. Im nächsten Jahr in Bochum will sie trotzdem wieder dabei sein.
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