Buhren soll in Herbede moderieren

Um das Gelände der ehemaligen Gerberschule wird in Herbede weiter debattiert.
Um das Gelände der ehemaligen Gerberschule wird in Herbede weiter debattiert.
Foto: Haenisch / waz fotopool

Witten..  Einen überraschenden Vorschlag haben Nutzer des Internet-Portals waz.de/witten gemacht: Dr. Gert Buhren soll in Herbede die Wogen glätten und zwischen den Gruppierungen, die um das Gerberviertel streiten, vermitteln.

Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte sich der ehemalige Stadtdirektor dazu bereit - vorausgesetzt, alle Seiten würden ihn als Moderator akzeptieren. Denn das Vermitteln um die Bebauung der Brache auf dem Gelände der aufgegebenen Gerberschule - es ist alles andere als einfach.

Mindestens drei Gruppierungen ringen um die beste Lösung - die Werbegemeinschaft, der Arbeitskreis Zentrumsentwicklung und der Bürgerkreis. Hinzu kommt die Politik, die durch den jüngsten Ratsbeschluss zur Aufhebung des Moratoriums die Weichen zur Erschließung und Bebauung des Herbeder Geländes gestellt hat - und zwar in Richtung Frischemarkt.

Echter Dialog wünschenswert

Beiträge, die von der Redaktion zu diesem Thema in ihr Internetportal waz.de/witten gestellt werden, erhalten oft eine dreistellige Zahl an Kommentaren. In dieser Woche macht dort ein bemerkenswerter Vorschlag die Runde. „Wünschenswert wäre es wirklich, wenn jetzt endlich ein echter Dialog zwischen der Politik und den kritischen Bürgern stattfinden würde“, schreibt Nutzer mastaii. „Ein letzter Versuch wäre es wert, z. B. ein moderiertes Gespräch zwischen Bürgern, Politik, Bürgerkreis und Werbegemeinschaft zu führen - ein geeigneter Moderator könnte meines Erachtens Dr. Buhren sein.“

Dieser Vorschlag wurde auch von Nutzer faustus aufgegriffen: „Die Moderation sollte jemand übernehmen, der die Entwicklung der letzten Jahre aus nächster Nähe verfolgt hat, der die Beteiligten sehr gut kennt und deren Respekt genießt. Dies gilt für Dr. Buhren. Er ist Jurist und als ehemaliger Stadtdirektor bestens mit den Fähigkeiten ausgestattet, Gespräche zu einem Erfolg zu führen - wenn der Erfolg von allen gewollt ist. Sowohl in der Werbegemeinschaft als auch im Bürgerkreis und Arbeitskreis Zentrumsentwicklung genießt er sehr viel Anerkennung. Das ist, denke ich, entscheidend.“

Müsste von allen Seiten akzeptiert werden

Dr. Gert Buhren steht dem Anliegen positiv gegenüber. „Ich will mich keinesfalls aufdrängen und müsste von allen akzeptiert werden“, sagte er auf Anfrage unserer Redaktion. Buhren verweist darauf, dass er Mitglied des Bürgerkreises sei, sich jedoch aus dem Bürgerbegehren herausgehalten habe, „weil ich es nicht für richtig gehalten habe“.

Er würde die Aufgabe gerne übernehmen, „wenn das von allen gewollt ist. Meine Meinung ist, dass die Meesmannstraße unter einem Frischemarkt leiden würde. Doch es wäre schön, wenn man mal aus der reinen Neinsager-Ecke herauskäme.“