Bürocontainer oder Mieträume

Weil der Bürgerservice durch die bald beginnende Rathaussanierung deutlich verbessert werden soll, ist geplant, einen der beiden Innenhöfe mit einem Glasdach zu überspannen und dort sowie in der ehemaligen Ladenzeile im Erdgeschoss ein Bürgerzentrum einzurichten. „Dann müssen die Klienten nicht mehr durch das Rathaus irren“, erklärt Klaus Böde, Leiter des städtischen Amts für Gebäudemanagement.

Alle Mieter bis auf die Awo sind längst aus der Ladenzeile zur Hauptstraße hin ausgezogen. Durch eines der Schaufenster sieht man allerdings noch in Räumlichkeiten, in denen sich alles Mögliche von Plüschtieren bis zu Kleidungsstücken findet. „Dort werden jene Sachen gelagert, die Bürger für Flüchtlinge der „Help“-Initiative im Vhs-Kiosk gestiftet haben“, weiß Böde.

Weitere Geschäfte so lange in der Ladenzeile anzusiedeln, bis diese tatsächlich umgebaut wird und dafür von Stadtseite Miete zu kassieren, hält er für unrentabel. Böde: „Dann müssten eventuelle Einbauten ja wieder rausgerissen werden.“

In die Freude, irgendwann in frisch renovierten Büros zu sitzen, mischt sich bei manchem Mitarbeiter im Rathaus das mulmige Gefühl, über Jahre hinweg mitten in einer Großbaustelle zu sitzen. Allein 140 Arbeitsplätze befinden sich im Südflügel, wo das groß angelegte Sanierungsprojekt beginnt. „Wir reißen keinem die Bürowand hinter dem Rücken ab“, beruhigt der Leiter des Amtes für Gebäudemanagement.

Wie genau das Ganze ablaufe, das sei „Zukunftsmusik“, über die man sich noch Gedanken machen müsse. Das reicht von der Möglichkeit, dass die Kollegen für eine gewisse Zeit näher zusammenrücken, bis zu jener Idee, Räume als Ausweichquartiere anzumieten oder Bürocontainer auf dem Rathausplatz aufzustellen. Böde: „Auf jeden Fall erfolgt der Umbau in enger Abstimmung mit den Mitarbeitern aus den betroffenen Ämtern.“