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Brummi-Falle wird entschärft

25.02.2009 | 14:00 Uhr
Brummi-Falle wird entschärft

Die Bochumer Straße wird an der einschlägigen DB-Brücke um 50 Zentimeter tiefer gelegt. Die Bogestra stellt die Pläne für die neue Trasse der 310 Richtung Langendreer Donnerstagabend, 26. Februar, im Rathaus in einer 3D-Animation vor.

Generationen von Lkw-Fahrern sind unter der Eisenbahnbrücke am Crengeldanz hängen geblieben. In einigen Jahren soll die Brummi-Falle nun beseitigt sein.

Dafür wird die Bochumer Straße unter der einschlägigen Bahnbrücke tiefer gelegt: Die Durchfahrt hat dann künftig eine Höhe von 4 Metern, heute sind es nur 3,50 Meter. Die Baumaßnahme ist ein wichtiger Bestandteil der Neuführung der Straßenbahnlinie 310 zwischen Witten und Bochum-Langendreer. Die Gesamtpläne, einschließlich der neuen Führung in Langendreer, stellen die Bogestra und die Stadt Witten allen interessierten Wittenern am Donnerstag, 26. Februar, ab 18.30 Uhr im Ratssaal vor.

Zur Veranschaulichung hat die Bogestra eine 3D-Animation erstellt. In dem 15 Minuten langen Trickfilm rollt die 310 bereits auf ihrer neuen Trasse. Ausgangspunkt ist die Universtätsstraße in Bochum: Von dort aus wird die 310 zukünftig nicht mehr über die Baroper Straße (parallel zur A 44) und dann über die schmale Autobahnbrücke ins Papenholz fahren. Um den großen Stadtteil Langendreer voll anzubinden, fährt die 310 – wie auch die Bochumer 302 – künftig über die Unterstraße bis zum Langendreer Markt. Von dort führt ein linker „Stich” zum S-Bahnhof, rechtsab geht's nach Witten.

Zwischen dem S-Bahnhof und dem Witter Crengeldanz liegt dann eine komplett neue Straßenbahntrasse. Ob diese auch als Direktverbindung befahren wird oder ob die Wittener am Langendreer Markt umsteigen müssen, wird dann davon abhängen, ob die Städte diese Tour bei der Bogestra auch „bestellen”. Die neue Trasse ist 3,5 Kilometer lang: Schnurstracks geradeaus geht's auf der Langendreer Hauptstraße unter der A 44 (Witten-Zentrum) hindurch. Die scharfe S-Kurve der Bochumer Straße vor dem Wittener Ortseingang wird im Zuge der Neutrassierung der Straßenbahn abgemildert. Anders als bisher – einspurige Sondertrasse neben der Straße – teilt sich die Straßenbahn auch im weiteren Verlauf der Bochumer Straße den Straßenraum mit dem Pkw-Verkehr. Dafür fährt sie auch dort zweigleisig, was wenigstens theoretisch einen 10-Minuten-Takt ermöglicht. Und das Wittener Unikum, dass Autofahrern die Straßebahn plötzlich wie ein Geisterfahrer auf der eigenen Fahrspur entgegen kommt, wird für immer behoben sein.

Die Schau-Fahrt mit Hilfe der 3D-Animation endet an der Haltestelle Crengeldanz. Die Gleise liegen dort künftig in Seitenlage, dadurch entsteht Platz für eine weitere Abbiegespur für Pkw. Halte-Kapps am Straßenrand mit 22 cm hohem Bordstein ermöglichen dort den niveaugleichen Einstieg in die modernen Vario-Bahnen. Die Crengeldanzstraße ab BMW Ernst ist ein eigener Bauabschnitt.

Johannes Kopps

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Kommentare
26.02.2009
12:45
Brummi-Falle wird entschärft
von der.trainer | #1

Schöne Planung und schon seit Jahren überfällig! Schade nur, dass schon jetzt absehbar ist, dass das ganze Projekt schon jetzt zum Scheitern verurteilt ist, da sich immer einzelne ewig Rückständige finden, die das ganze mit irrwitzigen Klagen bis ins nächste Jahrtausend hinauszögern werden. Nach dem Motto Haben wir früher nicht gebraucht, also brauchen die Leute das in Zukunft auch nicht.

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