Brasilien trifft China in Witten
03.11.2010 | 17:17 Uhr 2010-11-03T17:17:00+0100
Witten.Sie findet jedes Jahr statt – und ist doch immer anders. Denn die „Oikos Winter School“ wird immer von anderen Studenten organisiert.
Und natürlich gibt es auch jedes Jahr ein neues Thema: Diesmal ist es „beyond sustainability“ – über die Nachhaltigkeit hinaus.
Brasilien trifft China in Witten. Auch diese Motto könnte man über die „Oikos Winter School“ stellen. Denn am Sonntag reisen 25 junge Leute aus aller Welt nach Witten, um hier eine Woche lang über Umweltbewusstsein, nachhaltiges Wirtschaften und Verantwortung gegenüber folgenden Generationen zu diskutieren. Mit dabei ist zum Beispiel ein Student aus Marokko, der zuhause in Schulen geht, um über genau diese Themen zu informieren, oder ein Niederländer, der durchgesetzt hat, dass in seiner Uni ein CO2-neutraler Computerraum eingerichtet wird.
Wohnen werden die jungen Leute bei Studenten aus Witten und bekommen so ganz automatisch den Alltag in der Ruhrstadt mit. „Das ist für beide Seiten sehr spannend“, sagt Mathis Drescher (22), der die „Winter School“ zusammen mit Jörn Heyenrath (21), Julian Sartorius (24), Simone Wenzel (23), Emma Sophia Baßner (23) und Raphael Schmidt (28) organisiert hat.
„Beyond sustainability“ haben die Sechs als Motto ausgewählt, um über die bisherige Nachhaltigkeits-Diskussion hinauszugehen, erklärt Simone Wenzel. Nachhaltigkeit solle kein Anhängsel der Wirtschaft bleiben, sondern im Bewusstsein der Menschen verankert werden. Und weil sie sich diesem Thema von verschiedenen Seiten nähern wollen, bieten sie bei ihrem Kongress auch Theaterworkshops und Körpersprachkurse an.
Besonders stolz sind die Organisatoren auf die renommierten Redner, die sie gewinnen konnten, darunter Franz Josef Radermacher, Professor für künstliche Intelligenz an der Uni Ulm, und Frithjof Bergmann, der als Tellerwäscher und Preisboxer begann und später seinen Doktor in der US-Elite-Uni Princeton machte. Neu in diesem Jahr ist der offene Donnerstag (11. November): Alle Wittener sind ab 10 Uhr eingeladen, mit den Gästen aus aller Welt zu diskutieren und den Vorträgen zu lauschen.
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