Brände in Witten: Noch keine heiße Spur

Erst die Gaststätte Haus Fründt, dann die Videothek „World of Video“ und die Kita Erlenschule (beide Annen), nun das Schleusenwärterhäuschen in Heven: In den letzten Monaten erschütterten mehrere schwere Brände die Stadt. Die Polizei ermittelt derzeit fieberhaft.


Haus Fründt, 5. Oktober
Der Eingangsbereich des Lokals in der Poststraße geriet plötzlich in Brand. Klar ist: Dort war auch der Brandherd. Vorsätzliche Brandstiftung ist nicht ausgeschlossen. Als wahrscheinlicher gilt aber eine fahrlässige Brandstiftung, also etwa eine weggeworfene Zigarette. Von einem Zusammenhang zwischen den folgenden Bränden in der Annener Videothek und der Kita Erlenschule sei „nicht auszugehen“, sagt Polizeisprecher Volker Schütte. Derzeit wird noch ermittelt.


„World of Video“, 23. Oktober
Klar ist wohl: Das Feuer, das die Annener Videothek in ein Trümmerfeld verwandelte, wurde gelegt. Wahrscheinlich von Einbrechern: Die hintere Tür war aufgehebelt worden. Deshalb arbeiten in diesem Fall auch das Einbruchs- und das Brandkommissariat Hand in Hand. Die Hoffnung: Vielleicht handelt es sich um einen oder mehrere bekannte Einbrecher, denen man mit Hilfe der gesicherten Spuren auf die Schliche kommen kann. Auch hier laufen die Ermittlungen noch.


Kita Erlenschule, 27. November
Die abgebrannte Kita und die Videothek in Annen liegen nicht weit auseinander. Man werde Ähnlichkeiten zwischen den Fällen vergleichen, so die Polizei. Sie glaubt auch im Kita-Fall an Vorsatz, weil es Eingangsspuren gibt. Sie wertet Spuren und Gutachterergebnisse aus. Bei der Tätersuche kommt es laut Polizei auf kriminalistisches Geschick an. Noch gebe es keine Spur.


Container VfB Annen, 8. Dezember Einbrecher drangen in den Verkaufscontainer neben dem Vereinsheim des VfB Annen am Wullenstadion ein. Er war mit einer Küche ausgerüstet und wurde angezündet. Mögliche Zusammenhänge der Taten werden geprüft.