Blitzeis führt zu Verkehrschaos und Unfällen

Weiße Landschaft, Blitzeis und Verkehrschaos: Der plötzliche Wintereinbruch überraschte am Freitagmorgen nicht nur viele Autofahrer im Stadtgebiet. Auch für Busse und Streufahrzeuge gab es zum Teil kein Durchkommen. Wiewohl: Größere Unfälle mit Verletzten blieben aus, sagten Polizei und Feuerwehr.

Seit 6.30 Uhr waren sechs Streufahrzeuge auf den Hauptverkehrsadern unterwegs, 30 Handstreuer entschärften die Situation an Bushaltestellen, Treppen und Steigungen. Dann sackten die Temperaturen um drei Grad ab: Im ganzen Stadtgebiet bildete sich Blitzeis. Sogar auf den schon gestreuten Straßen wurde es wieder rutschig. „Auch unsere Streufahrzeuge steckten im Stau fest“, erklärt Einsatzleiter Rolf Turowsky.

Bis neun Uhr registrierte die Polizei vier Unfälle mit Blechschäden. Probleme hatten in den frühen Morgenstunden laut Bogestra auch manche Busse in Witten. Die Linie 376 konnte die Haltestelle „Auf dem Schnee“ nicht anfahren. „Wir kamen den Berg nicht rauf“, sagt Pressesprecher Christoph Kollmann. Die Linie 375 im Bereich Borbach musste die Haltestelle „Wartenberg“ auslassen. Zum Erliegen kam die Busverbindung am S-Bahnhof Annen und am Wellerskamp. Außerdem gab es erhebliche Verspätungen der Straßenbahn-Linie 310. Auch Autofahrer, die von Langendreer nach Witten hinein wollten, standen am Morgen bis zu 50 Minuten im Stau. Und zahlreiche Fußgänger fanden auf dem Blitzeis kaum Halt.