Bilder der Trauer
09.11.2008 | 19:07 Uhr 2008-11-09T19:07:00+0100Ein leises Schluchzen ging durch die Reihen, als die Bilder lächelnder Menschen denen der Verzweiflung und Zerstörung wichen. Eine berührende Chronik jüdischen Lebens zeigte Jörg Fruck am Sonntagabend bei der Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht.
Lachende Halbstarke vor ihrem schicken Auto, das stolze Familienoberhaupt mit seiner Großfamilie – es waren Bilder aus einer Zeit, bevor die braune Welle der Nazis die Menschlichkeit weitgehend unter sich begrub. Projiziert wurden sie an eine Hauswand über der Gedenkstele am Ruhr-Gymnasium. Dort, wo Bürgermeisterin Sonja Leidemann mit Klaus Lohmann einen Kranz niedergelegt hatte.
„Wir erinnern an das Leid, das der jüdischen Bevölkerung angetan wurde”, sagte Leidemann 70 Jahre nach der Pogromnacht, als auch in Witten die Synagoge brannte. Doch der Fremdenhass sei nicht überwunden. Deshalb sei es wichtig, dass die NPD bei der Wahl nicht wieder in den Rat komme, so Leidemann. Sie kritisierte auch die Hacke-Lesung im Museum, die den Nolte-Streit neu angefacht habe.
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