Betrüger war auch in Witten aktiv

Wegen Schwarzarbeit und Betrugs im großen Stil ist der Ex-Chef eines Bauunternehmens vom Bonner Landgericht zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Der 42-Jährige aus Köln hatte durch ein kompliziertes Geflecht von Subunternehmen in Euskirchen, Düsseldorf, Witten und München Geldflüsse verschleiert.

Auch die Beschäftigung von vielen hundert Schwarzarbeitern wurde kaschiert. Der 42-Jährige habe sein illegales Imperium wie „eine Spinne im Netz" geführt, urteilten die Richter. Innerhalb von dreieinhalb Jahren habe die Organisation mindestens 4,5 Millionen Euro Sozialabgaben unterschlagen und Steuern hinterzogen, betonte die Kammer. Jedoch sei es ein „eher atypischer Fall", hieß es im Urteil. Denn es seien zwar Schwarzarbeiter beschäftigt, diese aber gut bezahlt worden. Die Arbeiter bekamen einen Lohn-Mix. Der legale Anteil betrug 60 Prozent.

Die Firma hatte Aufträge für Rohbauten von Großprojekten in Bonn, Köln oder Düsseldorf. 2013 hatte das Hauptzollamt das Netzwerk bei einer Razzia auffliegen lassen.

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