Besucher finden nicht das Sommerfest am Wittener Zollhaus

Hier ist man richtig: Das „Herbeder Sommerfest“ fand am Sonntag  am Zollhaus, nicht bei Haus Herbede statt.
Hier ist man richtig: Das „Herbeder Sommerfest“ fand am Sonntag am Zollhaus, nicht bei Haus Herbede statt.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Nicht optimal ausgeschildert war das Sommerfest der Wabe am Sonntag (5.7.) am Zollhaus. Besucher glaubten, das Feste fände am Haus Herbede statt.

Witten..  „Herbeder Sommerfest für die ganze Familie“ hieß es vielversprechend auf einem Flyer. Na, dann mal los. Nach heftigen Wolkenbrüchen am Sonntagvormittag haben sich die ersten Besucher auf den Weg gemacht. Doch Annette Schönebecke (62) und Frank Wieland (68) stehen ratlos am Parkplatz vor Haus Herbede. „Hier ist es ja wie ausgestorben!“

„Als wir das letzte Mal hier waren, haben wir kaum einen Parkplatz gefunden. Ob sie das Sommerfest wegen des Gewitters absagen mussten?“ fragt sich Annette Schönebecke. Ähnlich wie das Ehepaar aus Ennepetal werfen noch andere Besucher kurz einen Blick auf die leeren, noch regennassen Bänke am Haus Herbede und ziehen dann enttäuscht weiter. „Versucht’s mal am Zollhaus“, rät der in den alten Mauern ansässige Glasbläser Jörg Hanowski. „Ich glaub, da ist heute was los!“

Verirrte schlagen nicht mehr den richtigen Weg ein

Und tatsächlich: Auf dem Weg Richtung Zollhäuschen mischt sich Bratwurstduft mit Karussellmusik. Und das Wort „Sommerfest“ prangt in bunten Buchstaben an der Fassade des von der Wabe renovierten Gebäudes an der Lakebrücke. Von den Verirrten, die am Haus Herbede auf der falschen Fährte unterwegs waren, scheint allerdings kaum jemand die Richtung dorthin einzuschlagen.

Hätte man besser ausgeschildert, wären vielleicht auch mehr Besucher gekommen, räumen später die Veranstalter von der Wabe ein. „Wir sind mit der Organisation des Sommerfestes hier noch nicht so eingespielt“, entschuldigt Mitarbeiterin Christiane Küpper das Missverständnis. „Leider dürfen wir auch nicht überall Plakate aufhängen. Sonst hätten vielleicht mehr Leute den Weg von Haus Herbede hierher gefunden.“

Der Kuchen schmeckt trotzdem

Trotzdem sind die Tische auf der Wiese am frühen Nachmittag gut besetzt. Die Erwachsenen lassen sich den Kuchen schmecken. Sie sind froh, dass es nach dem Regen nicht mehr ganz so schwül ist. Die Kinder hält es nicht lange auf den Stühlen. Denn am Haus warten sechs Spielestationen.

Josefine Haberhauffe (6) formt aus bunter Knete eine Raupe, die sich auf der Knetblume ihrer Zwillingsschwester Teresa niederlassen kann. Teresa ist inzwischen schon mal zum Dosenwerfen weitergezogen. „Sie ist ein paar Stunden älter und hat schon drei Milchzähne raus. Ich hab nur einen Wackelzahn,“ erzählt Josefine, während sie ihrer Raupe noch ein Paar schwarze Fühler aufsetzt.

Trampolin springen kostet vier Euro

Neben den Stationen stehen ein Karussell und ein Bungee-Trampolin für die Kleinen bereit. Vier Euro für eine Runde Springen scheinen aber nicht gerade anziehend zu wirken. Dann doch lieber einem echten Schmied über die Schulter schauen. Außerdem steht um 17 Uhr ja noch eine Verlosung an. Die Kleinen wollen gewinnen. Den Großen ist wichtiger, dass das Wetter hält. Denn in der Ferne grollt es schon wieder. Das Sommerfest am Haus Herbede findet übrigens am ersten Augustwochenende statt.