Besuch auf der mäuschenstillen Wilhelmshöhe

Marlies Peters (64)
Marlies Peters (64)
Foto: FUNKE Foto Service
Was wir bereits wissen
Anwohner in Stockum schätzen die Nähe zu Bochum und Dortmund, die ruhige Lage und die gute Nachbarschaft. Eine Ortsbegehung

Witten..  Die Wilhelmshöhe ist eine kleine gemütliche Wohnstraße im Stadtteil Stockum. Sie zweigt von der großen Pferdebachstraße ab und geht nach etwa 300 Metern in die Borgäcker über.

Das Gebiet, das die Wilhelmshöhe umfasste, gehörte 1823 noch zur Gemeinde Stockum-Düren und wurde „Aufm Wellerfelden“ genannt. Landwirtschaft prägte das Bild. Um 1890 entstand in Stockum-Düren schließlich der Gedanke, ein Denkmal für den deutschen Kaiser Wilhelm I. zu errichten. Deshalb wurde im April 1899 „Aufm Wellersfelden“ in Anlehnung an den Namen des Kaisers in „Wilhelmshöhe“ umbenannt. Heute findet man vorwiegend ein- und zweigeschossige Häuser in der Straße.

Fantastisch angebunden

Ich bin vor knapp 40 Jahren mit meiner Frau auf die Wilhelmshöhe gezogen. Da gab‘s noch keine Häuser, die haben wir da gerade erst gebaut. Ich fühle mich wohl in Stockum. Besonders gut gefällt mir, dass die größeren Städte Bochum und Dortmund nicht weit entfernt und sehr schnell mit dem Auto zu erreichen sind – was das angeht, sind wir also fantastisch angebunden. Der Nahverkehr nach Bochum hingegen ist schwach, man muss immer erst nach Witten fahren und dort umsteigen.

Ein weiterer Pluspunkt: Wir haben alles im Grünen, können direkt vor der Haustür spazieren gehen. Für Familien mit Kindern sind sowohl Kindergärten als auch die Harkort-Grundschule gut zu Fuß erreichbar. Kinder an weiterführenden Schulen müssen einen längeren Schulweg in Kauf nehmen.“
Karl-Heinz Wennmohs, 70

Dreifachturnhalle und Tennisplätze

Wir fühlen uns sehr wohl in der Gegend, sonst würden wir doch nicht mehr hier wohnen. Auch wenn die Wilhelmshöhe eine ruhige Wohngegend und man auf den Nahverkehr angewiesen ist, ziehen die Leute gerne nach Stockum. Besonders gefällt mir, dass der Sportverein „TuS Witten - Stockum 1945 e.V.“ ganz in der Nähe ist: es gibt eine Dreifachturnhalle und sechs Tennisplätze – also viele Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen.

Das Zusammenleben klappt prima: Letztens erst hat jemand einen Weihnachtsmarkt auf einem der Hinterhöfe organisiert, da gab’s dann ein privates Siedlungsfest. Ein weiteres tolles Ereignis fand für mich während der Kulturhauptstadt 2010 statt: Auf der Wilhelmshöhe gibt es einen Schacht, der während der Schatzeichen-Aktion auch mit einem der riesig-großen gelben Ballons markiert wurde.“
Reinhardt Linker, 66

Auf das Auto angewiesen

Ich bin erst vor acht Tagen zu meinem Sohn Dirk, seiner Frau Andreea und meiner Enkelin Fantine auf die Wilhelmshöhe gezogen. Vorher habe ich in der Meesmannstraße in Herbede gewohnt, nur unweit vom Pfannkuchenhof entfernt. Leider ist Herbede von Stockum aus nicht zu Fuß erreichbar, wenn ich also zu meinem alten Zuhause möchte, bin ich auf das Auto angewiesen. Bald fahre ich vielleicht mal mit dem Bus.

Ich finde es ist mäuschenstill auf der Wilhelmshöhe, manchmal fast zu still. Fantine wohnt auch erst einen Monat hier und muss sich noch etwas eingewöhnen. Zum Glück musste sie ihre Grundschule nicht wechseln und kann weiterhin die 3. Klasse der Blote-Vogel-Schule besuchen. Im Nachbarskind Rosa hat sie sogar schon eine etwa gleichaltrige Freundin gefunden.

Ich freue mich schon darauf im Sommer gemeinsam mit Fantine den Garten zu nutzen.“
Brigitte Jessen, 77, mit ihrer Enkelin Fantine Jessen, 8