Beleidigungen stets unterlassen

Das zweite der zehn biblischen Gebote warnt davor, den Namen Gottes nicht zu verunehren. Warum? Weil die, die an einen Gott glauben, damit beleidigt werden.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar! Sie zu achten und zu schützen ist die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ So heißt es in Artikel 1.1 des Grundgesetzes. Dieses Menschenrecht hat tiefe Wurzeln. Nicht nur im Glauben an die göttliche Ebenbildlichkeit des Menschen, auch die Philosophie, die Moral und die Ethik definieren die Würde des Menschen so. Die Achtung vor dem Leben ist ein „Abwehrrecht“ sagen die Juristen. Und dieser „Achtungsanspruch“ kann niemals aufgegeben werden, so hat das Bundesverfassungsgericht immer wieder bestätigt. Darum gibt es in unserer demokratischen Gesetzgebung den Straftatbestand der Beleidigung.

Die fundamentale Würde des Menschen gilt ganz besonders für seine intimsten, ganz persönlichen Dinge, wie seine Abstammung und seinen Glauben, die durch Beleidigungen lächerlich gemacht werden. Wenn sich ein Beleidigter wehrt, versucht er, seine Existenz und sein Würde zu verteidigen. Als „Beleidigter“ kann man natürlich nicht den oder die „Beleidiger“ einfach erschießen. Dagegen wehren wir uns Christen ganz besonders. Hat uns doch unser Meister zur Feindesliebe aufgerufen. Unrecht kann man nicht mit Unrecht beantworten, das ist Krieg. Beleidigungen lassen sich auch nicht mit Meinungs- und Pressefreiheit rechtfertigen.

Wer einen Gott verhöhnt, seine Propheten und die Heiligen Schriften verspottet, der beleidigt die, die an diesen Gott glauben, die zu ihm beten und ihn verehren. Darum sollte man niemals jemanden verhöhnen, sei es mit Worten, Bildern oder sonst etwas; auch nicht, wenn man es „nur“ scherzhaft meint.
Friedrich Bucher, Diakon