Befreiungsschlag gelingt van Dinther nicht
03.02.2010 | 19:03 Uhr 2010-02-03T19:03:00+0100
Die üppigen Honorare für zwei Sitzungen des RAG-Regionalbeirats bedauerte sie, Medienberichte über nicht gezahlte Mitgliedsbeiträge bezeichnete Regina van Dinther als „ehrabschneidend”.
Doch ausgerechnet in der eigenen Partei, der CDU, regte sich Widerspruch, als die EN-Landtagsabgeordnete am Mittwoch (3.2.) vor der Presse kundtat, ihren Zahlungsverpflichtungen stets nachgekommen zu sein.
„Ich bin seit 30 Jahren Mitglied der CDU und hatte bis dahin nie auch nur einmal eine Mahnung oder einen Hinweis auf offene Forderungen meiner Partei bekommen”, sagte van Dinther. Bis zu jenem 30. September 2009, als der damalige CDU-Kreisgeschäftsführer einen Mahnbrief schickte, für die Beitragsjahre 1994 bis 2008 seien nur in drei Jahren Zahlungen festzustellen.
Van Dinther erklärte am Mittwoch, sofort nach diesem Brief Kontakt zum Ortskassierer aufgenommen zu haben. Der habe klargestellt, eine Einzugsermächtigung liege vor und ihr Beitrag sei noch im Mai 2009 eingezogen worden. Die Politikerin sprach von einem offensichtlichen Kommunikationsfehler zwischen Kreisverband und Ortsebene. Dem CDU-Landesschatzmeister habe sie alle Unterlagen vorgelegt, „die durchgehend bestätigen, dass ich meinen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen bin”. Von 1994 bis 2005 habe der CDU-Kreisverband EN den Erhalt von Mitgliedsbeiträgen und persönlichen Spenden in Höhe von 5720,91 Euro bestätigt.
Doch weder die aktuellen Aussagen des Landesschatzmeisters Lothar Hegemann noch des ehemaligen Kreisgeschäftsführers Lorenz entlasten van Dinther. Manfred Lorenz bestätigte den Inhalt seines Mahnbriefs und sagte, der Ortskassierer habe ihm erklärt, dass ihm seit Mai 2009 eine Einzugsermächtigung vorliege und er 200 Euro für Frau van Dinther und ihre Kinder eingezogen habe. Lorenz: „Diesen Zahlungseingang habe ich in den letzten Tagen auch öffentlich bestätigt. Nicht beurteilen kann ich angesichts meines Wechsels zum Kreisverband Kleve, ob und wann die noch ausstehenden weiteren Beiträge nachgezahlt worden sind.”
Auch Schatzmeister Hegemann taugt nicht als Kronzeuge. Belege habe er nicht gesehen. Auch sei die Landespartei „keine Aufsichtsbehörde der Kreispartei”, die das Eintreiben von Mitgliedsbeiträgen überwache.
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