Baustart auf dem Wittener Marienplatz

So soll der neue Gebäudekomplex neben der Wittener Marienkirche 2016 aussehen: links ein Blick auf den Gemeindesaal, rechts auf das neue Pfarrhaus.Grafik:Frielinghaus-Schüren Architekten
So soll der neue Gebäudekomplex neben der Wittener Marienkirche 2016 aussehen: links ein Blick auf den Gemeindesaal, rechts auf das neue Pfarrhaus.Grafik:Frielinghaus-Schüren Architekten
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Auf dem Marienplatz wird gebaut: Die katholische Gemeinde St. Marien bekommt ein neues Pfarrhaus, einen Gemeindesaal und ein Verwaltungszentrum.

Witten..  Neben der Marienkirche wird gebaut. Ausnahmsweise handelt es sich nicht um eine der vielen Erweiterungsmaßnahmen des Krankenhauses. Die Gemeinde St. Marien errichtet am Marienplatz ein neues Pfarrhaus, ein neues Verwaltungszentrum und einen neuen Gemeindesaal. Im März oder April 2016 soll der Komplex stehen.

Am 1. Oktober dieses Jahres schließt die katholische Gemeinde ihr bisheriges Pfarrzentrum, das in der zweiten Reihe an der Hauptstraße steht. Das Mobiliar geht nach Ungarn, als Geschenk für zwei dortige Sinti- und Roma-Gemeinden. Der bereits für Januar geplante Baubeginn am Marienplatz hatte sich verzögert, weil es rund sieben Monate gedauert habe, bis die Baugenehmigung durch die Stadt erteilt worden sei, so Pfarrer Reinhard Edeler.

Außerdem habe die Zusage für eine Bezuschussung durch das Generalvikariat Paderborn auf sich warten lassen. Insgesamt werden die Baukosten mit 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Rund 60 Prozent der Kosten übernimmt das Generalvikariat. Der Rest wird durch Eigenmittel der Gemeinde, Spenden und vor allem den Verkauf des Gemeindegrundstücks an der Hauptstraße gedeckt.

Das alte Pfarrhaus wird zum Verwaltungszentrum

Dieses Grundstück erwarb bereits die St.-Elisabeth-Gruppe, Katholische Kliniken Rhein-Ruhr, zu der auch das Marien-Hospital gehört. An der Hauptstraße wird bis März 2017 ein Hospiz für zehn schwerstkranke Menschen und deren Angehörige entstehen, das erste Hospiz in Witten.

Am Marienplatz sollen bis nach Ostern die Gasleitungen für die neuen Gebäude gelegt sein. Pfarrer Edeler: „Dann geht es an die Fundamente, den Rohbau.“ Das jetzige zweigeschossige, alte Pfarrhaus wird zum Verwaltungszentrum umgebaut – mit vier Büroräumen, darunter auch das Büro des Pfarrers, sowie zwei Sitzungszimmern. Im Keller wird eine Jugendwerkstatt eingerichtet.

Rechts neben dem Verwaltungszentrum wird sich ein Gemeindesaal anschließen, in dem rund 110 Menschen Platz finden sollen. Es folgen Jugendräume mit einer kleinen Terrasse für Gruppenstunden. Das letzte Gebäude wird das neue Pfarrhaus mit einer roten Klinkerfassade sein. Im Erdgeschoss wird Reinhard Edeler wohnen, oben ist ein Schlaf- und ein Gästezimmer, sowie ein Appartement für die Hausdame vorgesehen.

„Abrissparty“ im ehemaligen Vikargebäude an der Hauptstraße

Dem mit dem Bauvorhaben beauftragten Wittener Architekturbüro Frielinghaus-Schüren sind lichtdurchflutete Räumlichkeiten wichtig. So wird der neue Gemeindesaal der Gemeinde St. Marien zum Marienplatz hin verglast sein. „Im Sommer kann man dort alles auf machen und bei Veranstaltungen den Platz miteinbeziehen“, freut sich Edeler.

Der Pfarrer wird im April kommenden Jahres 50. Seinen runden Geburtstag, erzählt er, möchte er gerne mit einer „Abrissparty“ im ehemaligen Vikargebäude an der Hauptstraße 83 feiern. Denn das Haus wird – ebenso wie das dahinter liegende alte Pfarrzentrum – für den neuen Hospizbau abgerissen.