Baugruppe nimmt Formen an
18.11.2011 | 19:07 Uhr 2011-11-18T19:07:00+0100
Witten.Wo die Väter noch als Jugendliche kickten, können bald die Kinder im Garten spielen: Die Baugruppe auf dem ehemaligen Sportplatz Waldstraße nimmt Formen an.
Sechs Familien sind bereits „im Boot“, weitere Interessenten für die insgesamt 13 entstehenden Einzel- und Doppelhäuser werden noch gesucht.
Drei Architekturbüros waren im Vorfeld eingeladen, das Areal familienfreundlich zu überplanen. Der Siegerentwurf kommt vom Architekten Leo Schwering aus Iserlohn. Er hat die 13 Häuser - mit der Möglichkeit, auch ein Vierfamilienhaus zu integrieren - so gruppiert, dass sich in etwa eine „U“-Form ergibt. In dessen Innern entsteht dadurch eine Art großer Hof, der kommunikativen Charakter haben soll. Auch, weil die meisten Hauseingänge auf dieser Innenseite liegen.
„Aber das ist nur ein Konzept, jedes Haus kann noch verändert werden“, unterstreicht Projektmanagerin Birgit Pohlmann. Doch insgesamt soll die Bebauung bei allen individuellen Abweichungen ein „einheitliches Gesicht“ erhalten.
Zunächst bis ungefähr Mitte nächsten Jahres hat die Stadt als Eigentümerin des Geländes dieses Areal für die Planungsgruppe reserviert. Das zu bebauende Grundstück inklusive angrenzender Grünfläche beträgt rund 8000 Quadratmeter. Der Grundstückspreis liegt voraussichtlich bei etwas über 200 Euro pro Quadratmeter. Die Kosten für das Gebäude selbst seien dann sehr unterschiedlich, je nachdem, ob es sich um ein Einzel- oder Doppelhaus handele und wie es ausgestattet sei, so die Projektmanagerin. Auf Zahlen möchte sie sich hier nicht festlegen.
Während die meisten der sechs Familien, die sich bereits zur Planungsgruppe zusammengefunden haben, aus Witten kommen, wohnt Waldemar Jurczyk mit seiner Familie bisher noch in Bochum-Langendreer: „Doch besonders die schöne Lage am Wald hat uns überzeugt“, erzählt der 35-Jährige. Die gebe es zwar auch in Bochum, wo er sich ebenfalls nach Baumöglichkeiten umgesehen habe, aber im vergleichbar grünen Süden jener Stadt sei das „deutlich teurer“.
Gut findet Waldemar Jurczyk auch, dass das Baugebiet etwas zurück liegt, „denn wir möchten nicht, dass unsere Kinder an einer viel befahrenen Hauptstraße aufwachsen“, präzisiert er. Im Vorfeld hatten die Baugruppen-Interessenten bereits gemeinsam das Umfeld der Waldstraße erkundet. Zudem hatte es seit einem halben Jahr mehrere Informationstreffen und Gespräche über gemeinsames Bauen und nachbarschaftliches Wohnen gegeben.
Und auch eine weiter wichtiger Punkt wurd geklärt, wie die Projektmanagerin betont: „Es gibt ein Gutachten, dass unter der zu bebauenden Fläche keine Bergschäden zu erwarten sind.“
Wer sich für gemeinsames Wohnen an der Waldstraße interessiert, ist zum nächsten Treffen der Baugruppe am Freitag, 25. 11., ab 17 Uhr im Technischen Rathaus (im Neubau), Annenstraße 111g, eingeladen. Auf der Interessentenliste, an dieser Gruppe mitzuwirken, stehen derzeit 40 Leute.
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