Autozulieferer Galladé in Not
16.01.2009 | 13:16 Uhr 2009-01-16T13:16:00+0100Der Wittener Automobilzulieferer Galladé steckt offenbar in argen finanziellen Schwierigkeiten. Am Freitag spitzte sich die Lage dramatisch zu, weil die Stadtwerke wegen einer offenen Rechnung im mittleren sechsstelligen Bereich den Strom abklemmen wollten.
Dazu war es dann erst einmal nicht gekommen, weil eine „bestimmte vereinbarte Summe, die aber weiß Gott nicht dazu veranlasst, zufrieden zu sein, zur Zahlung angewiesen wurde. Nächste Woche werden weitere Gespräche geführt”, so Stadtwerke-Sprecher Thomas Lindner.
In den Mittagsstunden hatte der Betriebsrat die rund 350 Mitarbeiter über die aktuelle Situation von Galladé informniert. Seit Dezember befindet sich das Unternehmen in Kurzarbeit. „Die Auftragslage ist am Boden”, sagten der Betriebsratsvorsitzende Frank Ellerkamp und sein Stellvertreter Dirk Melches gegenüber dieser Zeitung vor den Werkstoren. Aber: „Wir werden kämpfen bis zum Schluss.”
Vor einem Jahr wurde bereits ein Sanierungstarifvertrag zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung vereinbart. Die Weltwirtschaftskrise und die damit verbundende in der weltweiten Automobilindustrie haben das Wittener Traditionsunternehmen, das in diesem August seinen 50. Geburtstag feiern möchte, mit in den Abwärtssog gezogen. Frank Ellerkamp: „Wir waren auf einem guten Weg. Die Krise trifft uns jetzt doppelt schwer.”
Die wenigen Mitarbeiter, die in der Mittagszeit das Werksgelände verließen, gingen mit gesenkten Köpfen. Die Stimmung ist am Boden wie die Auftragslage. „Kein Kommentar. Ihr verdient dickes Geld und wir verlieren unsere Jobs”, sagte einer der Betroffenen im Vorübergehen.
Der Wittener IG-Metall-Chef Manfred Müller zur Krise: "Die Lage ist hochdramatisch. Das Unternehmen steckt in argen Zahlungsschwierigkeiten. Und bis zur Zahlungsunfähigkeit scheint es mir nur noch ein kleiner Schritt
04:45
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12:27
Arbeitsplätze erhalten,alles schön und gut.Doch für was für einen Preis!? Die Banken werden den kleinen Mann nicht unterstützen wenn er sein Konto nicht mehr so bedienen kann,oder Überweisungen nicht getätigt werden können.Da wird schlicht der HAHN abgedreht.Doch bei einem Unternehmer geht man ganz anders damit um. Selbst das Kurzarbeiter-Geld wird ja noch nicht mals ausbezahlt,dies kommt vom Arbeitsamt,Hallo,gehts noch.Der Betriebsrat sollte mal darüber nachdenken,ob es sich nicht um eine Insolvenzverschleppung handelt. Denn die Zahlungsmoral läßt ja schon seit Jahren zu wünschen übrig.Aus meiner Sicht,zeigen die Mitarbeiter mehr Verantwortung (auch Ihren Familien gegen über) der Firma gegenüber als die Chefetage selbst.Die MA gehen noch zur Arbeit,so das Geld reinkommt.Aber raus bekommen die MA nicht´s. Irgendwo muß mal gut sein.Es wird alles auf den Rücken anderer ausgetragen,die Chefetage könnte auch nicht leben ohne seine Mitarbeiter,dann wäre die Firma schon lange weg. Doch das wird natürlich nicht so von Chefs gesehen.Es ist schon sehr traurig.
An alle dem hängen ja noch alle Familienmitglieder dran,nicht nur die Mitarbeiter der Firma Gallade. Herr Gallade hat kein Gewissen dennen gegenüber. Das <er viele Fehler gemacht hat,wird er nie eingestehn.....denn er ist ja der Herr Saubermann.
17:43
Herrn Galladé als einen Pausenclown zu bezeichnen geht wohl ein bisschen zu weit.
Aber mein Vorgänger hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Nur darf man nicht vergessen, dass die Firma Galladé auch einen Betriebsrat hat und der IGM angeschlossen ist!
Wir müssen hier nicht die nicht vorhandenen unternehmerischen Fähigkeiten der Firma Galladé diskutieren, sonst wäre sie nicht an dem Punkt , an dem sie nun ist! Auch die Stadt hat Fehler gemacht! Vielleicht aus einer anderen Motivation nämlich Arbeitsplätze zu erhalten. Das dumme ist, wir müssen alle das Versagen der Verantwortlichen teuer bezahlen!
05:58
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21:29
Diese Konjunkturpakete sind doch nur Regenschirme für Unternehmen die in der Sonne stehn. Wenn es einer Firma ******* geht, hilft keiner. Und wer denkt an die ganzen Familien die betroffen sind?
21:15
# 4
Das ist wieder einmal typisch. Schuld ist die Bürgermeisterin. Bestandspflege betreibt aber . Gallade. Seit längerer Zeit (Jahre) berichtete die WAZ über Probleme der Fa. Gallade mit der Bezahlung der Stromrechnungen bei den Stadtwerken. Mir, auch einem Wittener Steuerzahler, hätte mann auch bei wesentlich geringeren Ratenschon lange den Strom abgedreht.
Bestimmt wurde aber durch die Politik Aufschub u.a. zur Sicherung der Arbeitsplätze gewährt.
Trotz Porsche-Cup usw.
21:15
ich gebe miesestimmung voll recht, die malocher reissen sich den arsch auf und zur belohnung nur ein tritt in den arsch. erst hieße es alles wird gut wenn der investor kommt und jetzt ist alles noch schlimmer.
18:41
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18:41
Ich habe die Tage immer wieder was von einem omminösen Konjunkturpaket gelesen. Wer schon 18 Milliarden in die Commerzbank pumpen kann (wer = wir Steuerzahler) wäre doch gewiss froh, wenn er von seinem Zehnten etwas der heimischen Industrie geben könnte. Hier sollte auch eine vielleicht bald scheidende Bürgermeisterin aktiv werden. Es langt halt nicht nur, immer freundlich zu lächen und zu winken; es muss auch mal gehandelt werden. Die Ansiedlung von neuen Betrieben mag ja schön und gut sein - aber etwas Bestandspflege tut auch Not!
17:28
Auch solch ein Gebahren gehört leider zur freien Marktwirtschaft!