Autofahrer aufgepasst
03.08.2010 | 13:56 Uhr 2010-08-03T13:56:00+0200
Witten.Autos und Busse fahren im Minutentakt an der Insel der Haltestelle „Breite Straße“ vorbei. Nur wenige Zentimeter entfernt warten Passanten. An der Kreuzung Crengeldanz-, Sand- und Kesselstraße kommt es immer wieder zu Unfällen.
Bianca Brandebusemeyer von der Polizei bestätigt, dass die Kreuzung zu einer der unfallauffälligsten im letzten Jahr gehörte. Nicht, weil es besonders viele Unfälle dort gebe, sondern weil sie besonders schwer seien.
Ein Grund für die Unfälle könnte die lange Ampelphase der Fußgängerampel sein. Knappe drei Minuten muss man manchmal warten, wenn in der Sandstraße keine wartenden Autos an der Kreuzung stehen. Denn einen Ampel-Drücker, mit dem der Fußgänger sich sozusagen anmelden kann, gibt es nicht. Waldemar Stroh, der jeden Tag aus der Linie 378 an der Haltestelle aussteigt, wartet auch nicht immer bis zum grünen Signal. „Manchmal geht man einfach rüber. Natürlich ist das nicht ganz ungefährlich, aber solange kann man nicht immer warten“, erzählt er.
So wie er denken viele Passanten. Auch Gerda Hampel kennt dieses Problem. „Die Leute sind unvorsichtig. Ich passe immer genau auf und warte die Zeit dann auch mal ab, aber viele tun das nicht. Und wenn sie dann da auf der Straße liegen, weil das Auto sie erwischte, ist es vorbei mit ihnen“, sagt sie.
Aber nicht nur die Fußgänger haben es an dieser Kreuzung schwer. Auch Autofahrer müssen aufpassen. Wer vom Marien-Hospital kommt und links in die Kesselstraße einbiegen möchte, muss nicht nur auf die entgegenkommenden Fahrzeuge achten, sondern auch auf die Busse und die Straßenbahn. Denn die haben durch eine extra Ampelschaltung immer Vorrang. So kommt es trotz zwei Spuren öfter zu einem Rückstau. Wenn dann die Autofahrer aus der Sandstraße fahren dürfen, ist das Chaos perfekt und die Kreuzung überfüllt.
Ein weiteres Problem entsteht regelmäßig 20 Meter weiter, wenn Linksabbieger in die Jahnstraße fahren wollen. Dort muss man entweder auf die Nettigkeit des entgegenkommenden Autofahrers hoffen, der dann Abstand hält und so Platz zum Abbiegen macht oder man muss sich todesmutig eine Lücke suchen. Genau auf dieser Spur gibt es noch einen anderen Engpass: Aus zwei Spuren der Crngeldanzstraße wird eine. Waldemar Stroh hat schon öfter beobachtet, dass es dort zu Missverständnissen kommt. „Wer von rechts auf die linke Spur möchte, muss links blinken, das sieht man auch auf dem Schild. Nur sehen viele Leute das nicht. Deswegen muss man manchmal auf der linken Spur eine Vollbremsung machen, weil es sonst zu einem Unfall kommen würde“, erklärt er.
22:21
Es ist doch schon lange bekannt, dass die Verkehrsführung in Witten katastrophal und einer (ehemaligen) Großstadt nicht würdig. Aber wird etwas dagegen getan? Natürlich nicht, und wenn etwas getan wird, wirds nur schlimmer gemacht. Was ist eigentlich aus der vor Jahren angekündigten grünen Welle geworden?
20:22
Ein Genie, wer sich diese Verkehrsführung rund ums Marinehospital ausgedacht hat...
klasse ist auch der Spurwechsel von rechts nach links auf der Crengeldanzstraße, sodass man schön die Straßenbahn schneiden muss, wenn man weiter geradeaus auf der Ardeystraße fahren möchte...
Man muss nicht nur gut aufpassen, sondern auch eine guten Schutzengel haben, wenn man am Marinehospital vorbei fährt und dort keinen ungeplanten Zwischenstopp in der Notfallaufnahme einlegen möchte...
20:22
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.