Aus Rache Nacktfotos von Wittenerin ins Netz gestellt

Foto: TA
Was wir bereits wissen
Aus Rache stellte ein Krankenpfleger Nacktfotos seiner Wittener Freundin ins Netz, weil die sich von ihm trennte. Er wurde zur Geldstrafe verurteilt.

Witten..  Weil sich seine Freundin von ihm trennte, sann ein 47-Jähriger auf Rache: Er stellte Nacktfotos der Wittenerin ins Internet, außerdem setzte er das Gerücht in die Welt, sie würde ihren Sohn missbrauchen. Vor dem Amtsgericht wurde der Mann nun zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der Krankenpfleger hatte auf eine Strafe unter 90 Tagessätzen gehofft, dann hätte er im Vorstrafenregister seine weiße Weste behalten können. Am Ende wurden es 120 Tagessätze, 3600 Euro muss der Mann aus Bergisch Gladbach zahlen. Nun bangt er um seinen „Probejob“ in einem Krankenhaus. Seine Hauptbeschäftigung hatte er durch die Vorwürfe gegen ihn schon verloren, weitere zivilrechtliche Forderungen seiner bloßgestellten Ex-Freundin dürften noch folgen.

Der 47-Jährige ist verheiratet, hat zwei Kinder (11 und 13) - hatte aber eine Affäre mit einer 42-Jährigen aus Witten begonnen. Weil der Angeklagte sich nicht scheiden lassen wollte, verließ ihn seine Freundin. Der Krankenpfleger war so wütend, dass er intime Fotos ins Internet stellte: Bilder, auf denen beide beim Sex zu sehen sind und welche, die die Frau nackt in verschiedenen Posen zeigen. Die Fotos sollen zuvor im Einvernehmen entstanden sein - für den privaten Gebrauch.

Umso geschockter war die 42-Jährige, als sie über die Kontaktbörse, auf der sie nun für jedermann mit entblößten Brüsten und gespreizten Beinen zu sehen war, Nachrichten von Männern bekam. Nicht nur das: Ihr „Ex“ hatte auch einen fiktiven Chatverlauf ins Netz gestellt, in dem es hieß, sie würde ihren damals elfjährigen Sohn missbrauchen - aus Sicht von Gericht und Staatsanwaltschaft „besonders perfide“. Mittlerweile sollen die pikanten Inhalte aus dem Internet entfernt worden sein.

Ein weiteres pikantes Geständnis

Die Wittenerin erstattete Anzeige. Es folgte eine Hausdurchsuchung bei dem Bergisch Gladbacher, Handy und Computer wurden beschlagnahmt. Seine Arbeitskollegen sammelten Unterschriften für seinen Verbleib im Krankenhaus - vergeblich. Er erhielt die fristlose Kündigung.

Bei der Polizei hatte der 47-Jährige seine Tat mit Rache begründet. Vor Gericht räumte er die Vorwürfe zwar über seinen Verteidiger ein („eine Kurzschlusshandlung“ aufgrund von „aufgestauter Wut“), wollte aber sonst nichts sagen. Nur so viel: „Ich kann mir das nicht erklären.“

Bei der Polizei hatte er noch ein weiteres pikantes Geständnis gemacht: Er habe mittlerweile wieder eine Affäre - diesmal mit einer Krankenschwester aus Leverkusen. Auch von ihr habe er Nacktbilder auf dem PC.