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Einslive-Schulduell

Aus der Traum von "Silbermond"

10.02.2010 | 08:10 Uhr
Aus der Traum von "Silbermond"

Die Schüler des Ruhr-Gymnasiums antworten beim Einslive-Schulduell fünfmal richtig. Die Chance auf ein Konzert von „Silbermond” ist trotzdem geplatzt.

Fünf richtige Antworten bei fünf Fragen – unter einem solchen Test stehen in der Schule normalerweise die Worte „sehr gut”. Im Ruhr-Gymnasium blieb es am Mittwoch bei einem „gut”. Die angehenden Abiturienten benötigten für das Einslive-Schulduell handgestoppte 48,54 Sekunden. Zu langsam für das Finale um ein Konzert der Band Silbermond. Zu gut aber zugleich, um traurig zu sein. „Wenigstens hatten wir viel Spaß”, sagte Schüler Thorben Otto, der seine Stufe beim Radiosender angemeldet hatte. Viele hätten sich ohnehin lieber einen Auftritt von Jan Delay oder Fettes Brot gewünscht.

Katalog mit über 100 Fragen

Die erste Antwort stimmt schon mal: Welchen Geheimagenten spielte Daniel Craig? "Bond".

Trotzdem waren sie auf den Besuch des Senders nicht unvorbereitet. Die Oberstufenkoordinatorin Sandra Mauroschat-Monti hatte einen Katalog mit über 100 Fragen zusammengestellt. „Wir kennen jetzt zum Beispiel die Namen aller Einslive-Moderatoren”, lacht Thorben Otto. Auch den Ablauf hatten sie in der Turnhalle geübt: Jeden Buchstaben trägt je ein Schüler um den Hals. Auf die Fragen gilt es Antworten zu finden, die jeden Buchstaben maximal einmal beinhalten. Die jeweiligen Buchstaben rennen nach der Frage in eine Zielzone, wo sie gemeinsam die Antwort bilden. So weit die Theorie.

In der Praxis fand sich plötzlich ein A in der Zielzone wieder, als nach der staatlichen Unterdrückung der Pressefreiheit gefragt war. Es dauerte ein paar Sekunden, ehe aus der „Zenaur” die „Zensur” wurde. Offenbar hatte der gut gemeinte Zwischenruf „Diktatur!” die Schüler verwirrt. Dafür aber hätten sie vergeblich versuchen müssen, ein weiteres T zu kaufen.

Keine Probleme mit „Bochum” und „Bond”

Uneinig war man sich auch bei der letzten Frage. Ein Land, in dem ich mit dem Euro zahlen kann – Polen? Nein, aber Zypern! Korrekt. Die anderen drei Aufgaben forderten die Schüler kaum. Daniel Craig hat den Geheimagenten „Bond” gespielt. „Graf” hat das Tennisturnier in Wimbledon gewonnen. Und die Einslive-Krone 2009 wurde – na klar! – in „Bochum” verliehen.

So durfte Thorben Otto, das E, am Ende immerhin eine Urkunde entgegennehmen. Derweil kommt Sandra Mauroschat-Monti um ihre Nachhilfestunden herum. Wäre das Ruhrgymnasium von den 500 teilnehmenden Schulen unter die Top 5 gekommen, hätte Einslive im Finale der Lehrerin auf den Zahn gefühlt.

Florian Riesewieck

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