Aufnahmelager nur erster Schritt

Landesaufnahmelager in Witten? Die Errichtung von Landesaufnahmelagern für traumatisierte Flüchtlingsfamilien aus den Bürgerkriegsregionen des Nahen Ostens kann nur ein erster Schritt sein.

Zu Recht hat Bundespräsident Joachim Gauck am Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni darauf hingewiesen, dass vor 70 Jahren ein zerstörtes Deutschland Millionen Flüchtlinge integrierte. Warum sollte ein wirtschaftlich erfolgreiches und politisch stabiles Deutschland nicht auch dazu fähig sein?

Die Integration schwer traumatisierter Familien bedarf allerdings der Einbindung in ein stabiles soziales Umfeld, in dem Menschen bereit sind, persönliches Engagement und Verantwortlichkeit zu zeigen. Gefragt sind unkonventionelle, pragmatische Lösungen anstelle von langwierigen planerischen Behördenwegen.

Eine Möglichkeit könnte das Errichten eines Wohnhauses für Flüchtlingsfamilien aus Syrien und dem Irak mit enger Anbindung an verantwortungsbereite Bewohner von zu errichtender Mehrgenerationenhäusern sein. Vielleicht so etwas wie ein „Leuchtturmprojekt“ in eine zukunftsweisende Asylpolitik? Wilfried Böckmann