Auf die Philippinen und zurück
16.04.2009 | 15:16 Uhr 2009-04-16T15:16:00+0200
Udo Nötzel und seiner philippinischen Ehefrau Maria ist ein Stein vom Herzen gefallen.
Nachdem sie sich auf einen außergerichtlichen Vergleich mit der Ausländerbehörde geeinigt haben, steht nun einem Besuch beim todkranken Bruder von Maria auf den Philippinen und ihrer anschließenden gemeinsamen Rückkehr nach Deutschland nichts mehr im Wege.
Monatelang musste der Wittener befürchten, dass er mit seiner Frau (36) zwar nach Südostasien reisen dürfte, anschließend aber alleine hätte wieder nach Deutschland zurückfliegen müssen. Denn Maria ist hier bisher nur geduldet. Um die Philippinen wieder verlassen zu dürfen, braucht sie ein Visum zur Familienzusammenführung. Darauf hätten sie – befürchtete Udo Nötzel – in Marias Heimat vier bis acht Monate warten müssen. Dabei beruft sich der 50-Jährige auf ein Merkblatt der deutschen Botschaft in Manila.
Diese lange Wartezeit brachte Nötzel auf die Palme. „Können mir sture Beamte in Deutschland meine Ehefrau wirklich für vier bis acht Monate entziehen, obwohl das Innenministerium eine klare Weisung gegeben hat?” fragte er, bevor es zu der jetzt erzielten Einigung kam. Mit „sturen Beamten” meinte Nötzel die Wittener Ausländerbehörde, die seiner Frau die Aufenthaltserlaubnis trotz der nach ihrer Einreise Ende 2007 erfolgten Heirat versagt hatte. Hätte sie damals schon die Genehmigung bekommen, meint Nötzel, könne man sich die ganze Sache mit dem Visum jetzt ersparen.
Witten hatte die Aufenthaltserlaubnis abgelehnt, weil Maria – von mangelnden Deutschkenntnissen aus Sicht der Behörden einmal abgesehen – damals nur ein Besuchervisum für drei Monate besaß. Deshalb durfte sie nicht in Deutschland heiraten, sondern nur im Schengen-Raum. Daher tauschten Nötzel, der seine Frau über eine Partnerseite im Internet kennen gelernt hatte, und Maria die Ringe im Dezember 2007 in Dänemark. Wenige Tage später beantragte das Ehepaar die Aufenthaltserlaubnis.
Als diese verweigert wurde, klagte Nötzel. Weil die Stadt „dem Gerichtsverfahren nicht vorgreifen wollte”, sprach die Ausländerbehörde eine Duldung aus, die bis zum heutigen Tag Bestand hat. Marias Besuchervisum ist schon im Februar 2008 abgelaufen.
Nun, nach dem außergerichtlichen Vergleich, zeichnet sich eine glückliche Lösung ab. Witten erteilt eine Vorabgenehmigung für jenes Visum zur Familienzusammenführung und teilt dies der Botschaft in Manila schriftlich mit. Ordnungsamtsleiter Ulrich Oertel: „Dann ist das Thema mit dem Visum in sieben bis zehn Tage gegessen. Wir werden alles dafür tun, dass sie es rechtzeitig kriegen.”
Hätten Udo Nötzel und seine Frau statt eines Besuchervisums sofort das Visum zur Eheschließung und anschließenden Familienzusammenführung beantragt, so Oertel, wäre man das Thema von Anfang an ganz anders angegangen. Jetzt sichert er der Frau zu, nach ihrer Rückkehr die Aufenthaltserlaubnis zu bekommen – zunächst für drei Jahre, danach unbefristet.
Was den Erlass des Innenministeriums angeht, auf den sich Udo Nötzel bezieht und der Ausländern bei einer nach der Einreise erfolgten Eheschließung eine Aufenthaltserlaubnis in Aussicht stellte, erklärt Oertel: „Dieser Erlass stimmt so nicht mehr.” Seit Anfang April heiße es: Dem Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis (...) sei nicht zu entsprechen, „wenn die Eheschließung nicht in Deutschland, sondern im Schengen-Raum stattfindet”.
Für das Ehepaar zählt jetzt nur noch der Besuch bei dem an Lungenkrebs erkrankten Familienangehörigen. Am Mittwoch wollen die beiden fliegen. Udo Nötzel: „Meine Frau sieht ihren Bruder wahrscheinlich zum letzten Mal.”
13:06
# 3.4.5. eine frage gibt es keine deutsche frauen
in deutschland ????? . oder sind die alle zu fett .
12:23
bin 60 lebe seit 2 jahren auf den philippinen und habe bis heute den schritt noch nicht bereut
10:38
@rooker ich 45 sie 28 ich hoffe mit 60 auf den philippinen leben zu können :p
09:34
@rooker, einfach mal den Mund halten, wenn man keine Ahnung hat
07:34
er 50 sie 36 . die will doch nur einen deutschen
pass haben ..
16:21
Wenn man über so lange Zeit einen derartigen Zustand duldet, braucht man sich über dumme Sprüche -sture Beamte- nicht zu wundern. Noch beschämender ist es jedoch, wenn ein Innenminister durch Weisungen klare gestzliche Regelungen aus den Angeln hebt.