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Auf Ausbildungsmission in Witten

07.03.2016 | 19:57 Uhr
Auf Ausbildungsmission in Witten
Der derzeit beliebteste Ausbildungsberuf bei jungen Wittenerinnen ist die Arzthelferin. Bei Männern steht nach der Schule der Industriekaufmann an der Spitze der Berufswünsche, gefolgt vom KfZ-Mechatroniker.Foto: Jakob Studnar

Witten.   Arbeitsagentur beginnt bundesweite Aktion für junge Menschen. In Witten suchen derzeit 500 Bewerber eine Lehrstelle. Angeboten sind jedoch nur 314.

Seit Montag läuft die bundesweite „Woche der Ausbildung“. Um dieses Projekt der Arbeitsagentur zu unterstützen, besuchte Bürgermeisterin Sonja Leidemann gestern einige Wittener Betriebe. Sie will bei Unternehmen dafür werben, Lehrstellen anzubieten. Denn längst nicht alle Jugendlichen und junge Erwachsene aus Witten sind schon für Sommer versorgt.

„Wir haben derzeit gut 500 Bewerber auf Ausbildungsstellen“, sagt Ulrich Brauer von der Arbeitsagentur Hagen, die auch für Witten und den Ennepe-Ruhr-Kreis zuständig ist. Demgegenüber stünden 314 offene Stellen in der Ruhrstadt, die zwischen Oktober 2015 und diesem Februar gemeldet wurden. Fehlen also knapp 200 Ausbildungsplätze? Nein, erklärt Brauer, so einfach sei das Rechenspiel nicht. „Nicht jeder Ausbildungswunsch und jedes Angebot passen auch zusammen.“

Gute Chance auf eine Lehrstelle in Witten

Schwarzmalen sollen Jugendliche angesichts der Lücke zwischen Angebot und Nachfrage aber nicht. Brauer: „In den nächsten Wochen wird sich noch einiges tun und grundsätzlich hat man in Witten eine gute Chance, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.“ Ohnehin ist die Woche der Ausbildung nicht als lauter Hilfeschrei der Arbeitsagentur gedacht. „Damit wollen wir Impulse für die duale Ausbildung setzen.“ Viele Schulabgänger wüssten oftmals gar nicht, so Ulrich Brauer, welchen Beruf sie ohne ein Studium erlernen könnten. „Es gibt über 300 Ausbildungsberufe und für die meisten findet man in Witten auch jemanden, der darin ausbildet.“

Die Liste der aktuell beliebtesten Berufe unter Schulabgängern zeigt jedoch, dass viele die gesamte Bandbreite nicht kennen. Junge Männern mögen weiterhin besonders Industriekaufmann, KfZ-Mechatroniker, Zerspanungsmechaniker sowie Einzelhandels- und Bürokaufmann. Bei Frauen steht die Arzthelferin an erster Stelle, gefolgt von kaufmännischen Berufen. Das muss nicht schlecht sein, denn der Handel bietet in Witten mit 55 Stellen derzeit die meisten hinter dem verarbeitenden Gewerbe (65).

Um überhaupt alle Zukunftschancen und Möglichkeiten zu kennen, rät Ulrich Bauer dringend, sich beraten zu lassen. Und: „Vernünftige Azubis suchen nicht nur in ihrem Sprengel“, sondern in anderen Städten und Regionen.

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Kommentare
08.03.2016
09:24
Auf Ausbildungsmission in Witten
von ro-fisch | #1

Positiv zu bemerken ist, dass nicht wieder erst auf die zwischenzeitlich mehr als abgehalfterte Berufsbildungsmesse in Bochum gewartet wird, sondern...
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2016-03-07 19:57
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