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Auch Wittener Kliniken von Hackern angegriffen

21.02.2016 | 17:29 Uhr
Auch Wittener Kliniken von Hackern angegriffen
Das Marien-Hospital wurde von Hackern angegriffen.Foto: Hans Blossey

Witten.  Mit Cyber-Attacken sind auch Marien-Hospital und Diakoniegruppe , zu der das Ev. Krankenhaus gehört., konfrontiert worden. Hatten die Hacker Erfolg?

Gleich mehrere Krankenhäuser in NRW sind zuletzt Opfer von Hacker-Attacken geworden. Unbekannte verschlüsselten Daten mit dem Ziel, Lösegeld zu erpressen. Der Klinikbetrieb wurde empfindlich gestört, sogar Operationen mussten verschoben werden. Auch die katholische St. Elisabeth Gruppe, zu der das Wittener Marien-Hospital gehört, wurde mit einer Cyber-Attacke konfrontiert, wie jetzt auf Anfrage mitgeteilt wurde.

„Dank unseres Sicherheitssystems konnte diese Attacke jedoch abgewiesen werden. Um auch zukünftig gewappnet zu sein, wird dieses System weiter ausgebaut“, erklärte Geschäftsführer Theo Freitag.

Schon zweimal Kontakt mit Schadsoftware

Die evangelische Diakonie-Ruhr-Gruppe hatte bereits zweimal Kontakt mit der Schadsoftware, die jetzt für Schlagzeilen gesorgt hat: „Viren in Dateianhängen sind Tagesgeschäft“, sagt IT-Leiter Thomas Borgmann. Wie er erklärt, laufen im Rechenzentrum im Ev. Krankenhaus Witten alle Daten des Konzerns zusammen. Jeden Tag gingen dort tausende E-Mails ein, inklusive Spam und Mails mit verseuchten Dateianhängen.

Durch die angewendeten Schutzmaßnahmen habe die EDV-Abteilung der Diakonie Ruhr Virenattacken bisher aber immer erfolgreich abwehren können, erklärt Borgmann. Allein die aktuell in Umlauf befindliche Schadsoftware, die Dateien verschlüsselt, sei in den vergangenen Jahren zweimal abgegriffen und eliminiert worden.

Alle Daten auf virtuellen Servern gesichert

Alle Daten im Rechenzentrum Witten würden auf virtuellen Servern gesichert, erklärt er. Sie lägen mehrfach vor, würden laufend abgeglichen und bei Veränderung gesichert. So könne bei Bedarf der betroffene Server sofort in Quarantäne gestellt und die Daten kurzfristig wiederhergestellt werden. Viele infizierte Dateianhänge würden aber auch frühzeitig von der Antivirensoftware erkannt und gar nicht erst zugestellt.

Zudem legt die EDV-Abteilung nach eigenen Angaben Wert auf die Sensibilisierung von Mitarbeitenden, nicht ungeprüft jede Datei zu öffnen. So hat Borgmann die aktuellen Hackerangriffe zum Anlass genommen, per Rundmail alle Beschäftigten an den sicheren Umgang mit Dateianhängen zu erinnern.

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2016-02-21 17:29
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