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Arbeitskreis hilft Opfern ritueller Gewalt

30.10.2009 | 13:02 Uhr
Arbeitskreis hilft Opfern ritueller Gewalt

Witten. Der Fall des Satanisten-Paares, das in seiner Wohnung einen Bekannten „auf Befehl Satans” ermordet hatte, war vor sechs Jahren Anlass für die Gründung einer Expertengruppe in Witten. Deren Erkenntnis: Häufig machen sich die Täter ihre Opfer mithillfe pflanzlicher Drogen gefügig.

Eine junge Frau berichtet, sie sei als Kind rituell missbraucht worden. Auf einer Art „Altar” habe sie gelegen, es gab süßliche Milch zu trinken, dann sei sie im Nebel versunken – und wurde dem „Satan geopfert”. Ein Fall, den die Wittener Sektenbeauftragte Silvia Eilhardt aus ihrer Arbeit kennt. Nicht selten gehen, so aktuelle Erkenntnisse, auch biogene Drogen mit ritueller Gewalt einher. Biogene Drogen, also bewusstseinsverändernde Pflanzen, haben ganz bestimmte Auswirkungen auf Körper und Geist. Sie können Menschen gefügig machen, ohne dass sie es merken. Sie können Verwirrtheitszustände und Ängste fördern. Zynisch gesprochen: eine perfekte Methode für okkulten Missbrauch. Aber wie genau wirken die Pflanzen, welche werden in der Szene verwendet? Und wie kann man diese Spuren bei den Opfern nachweisen?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich Psychologen, Ärzte, Gerichtsmediziner, Juristen und Polizeibeamte am vergangenen Mittwoch bei einem Informationsabend des Wittener Arbeitskreises „Rituelle Gewalt”. Eingeladen hatte Silvia Eilhardt, die diesen Arbeitskreis 2003 ins Leben gerufen hat.

Opfern werden Pilze oder Stechapfel verabreicht

„In satanistischen Kreisen werden wohl eher andere Drogen verwendet, um Menschen gefügig zu machen als die weithin bekannten K.O.-Tropfen”, sagt die Wittener Drogenbeauftragte. „Es gibt keine Statistik über den Einsatz von biogenen Drogen, aber wir gehen davon aus, dass derartige Pflanzen genutzt werden.” Die Oberhausener Kommissarin Claudia Pütz berichtete darüber, welche Drogen ahnungslosen Opfern verabreicht werden. Zu biogenen Stoffen zählen zum Beispiel bestimmte Pilzsorten. Der Stechapfel gehört auch dazu.

Es sei wichtig, sich über die rituellen Handlungen der Szene zu informieren. „Nur so können wir ein kompetenter Ansprechpartner für Opfer sein.” Früher wären Frauen, die in einem Beratungsgespräch eine „süße Milch” erwähnen, vielleicht erst gar nicht ernst genommen worden. Früher gab es auch keinen Arbeitskreis zu diesem Thema.

Expertengruppe soll kompetente Hilfe bieten

Anlass für die Gründung dieser Expertengruppe war damals der grausame Fall des Wittener Satanisten-Paares, das in seiner Wohnung einen Bekannten mit Dutzenden Messerstichen und Hammerschlägen „auf Befehl Satans” brutal ermordet hatte. Der Fall hatte international für Aufsehen gesorgt. Das Amt für Jugendhilfe und Schule gründete daraufhin den Arbeitskreis „Rituelle Gewalt”, um kompetente Hilfe für Opfer von Satanismus oder Okkultismus bieten zu können.

Seither ist viel Präventionsarbeit geleistet worden. Nicht nur in Witten. Die Zahl der Ratsuchenden im Bereich Satanismus ist laut Sekten-Info NRW rückläufig. Grund sei eine gute Aufklärung an den Schulen. Auch Volker Schütte, Polizeisprecher in Bochum, hat keinen Anstieg von ritueller Gewalt verzeichnet.

Für den Fortbestand des Arbeitskreises spielten Fall-Zahlen keine Rolle, sagt Silvia Eilhardt. Denn es gehe weiter darum, Experten und Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. Immerhin klingeln pro Jahr etwa drei Frauen an der Wittener Beratungstür, die sich als Opfer ritueller Gewalt sehen. Bisher sei noch nie ein spezielles Drogenscreening bei den Opfern angeordnet worden. Wenn sich das ändert, könnten okkulte Machenschaften noch besser aufgedeckt werden.

Alexandra Trudslev

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Kommentare
31.12.2010
22:55
Arbeitskreis hilft Opfern ritueller Gewalt
von Claudia Fliss | #10

Ich halte alle diese Aussagen für glaubwürdig. Rituelle Gewalt ist nicht vom Tisch zu wischen.
Freundliche Grüße
C.M.Fliß

17.12.2009
00:59
Arbeitskreis hilft Opfern ritueller Gewalt
von Anonym | #9

Dieses Thema sollte nicht immer nur mit SATANISMUS im eigentlichen Sinne in Verbindung gebracht werden. Vielmehr geht es um gut vernetzte Gruppen. Das mag man glauben oder eben auch lassen.
Hinzukommend es richtig, dass noch kein Fall wirklich beweisbar wurde, was jedoch nicht daran liegt das es diese Form von Gewalt nicht gibt, sondern vielmehr daran, dass heutzutage viel zu wenig Möglichkeiten gibt, Opfern von solcherlei Gewalt adequat helfen zu können. Und wenn jemand es im Alleingang versucht, wurde er zuoft von besgaten Personen ausgeschaltet und sei es durch neuen Fall, Überlastung ...Keine Einrichtung kann wirklich einem Opfer bei so einem Ausstieg helfen, denn es geht nicht um SATANISMUS; sondern um organisierte Gewalt. Würde es eher Menschenhandel und Folter bezeichnen. Zudem ich mich frage, warum Glaubwürdigkeit ständig so hoch gespielt wird. Was nicht sein darf, wird nicht geglaubt. Klar gibt auch diverse welche sich solcherlei Geschichten/Erfahrungen ausdenken, will das nciht in >Abrede stellen. Aber wie erklären Aussagen von Kindern und Frauen, die von solchen Mavchenschaften berichten oder Zeugen, die Aussagen der Betroffenen bestätigen, Verletzungen sehen?
Warum es so schwer Menschenhandel oder Kinderpornoringe zu sprengen????
All dies steht mit ritueller Gewalt sehr oft im Zusammenhang. Weil es Kriminaltität auf höchsten Range , wo Menschen auch immer mal ihr Leben lassen für Weg nach draussen/ sogenannten Ausstieg oder eben alles verlieren weil sie nicht mehr gefügig sein wollen? Und wie soll man Aussage machen, wenn man nciht sicher ist, dass man die Nächste Nacht im Keller liegt und auf die nächste Vergewaltigung wartet? Mit dem Wissen das es Bestrafung nach sich zieht, weil man abtrünnig geworden?
Warum schreibe ich das alles?
Nun, weil ich selbst betroffen und für den Leichtsinn eines Versuches meinen Mund aufzumachen alles verloren habe und nun wieder richtig drin bin. Zum Schluss selbst meine Therapie verloren habe, Ernmittlungsverfahren eingestellt wurden. Und ich gelernt habe lieber zu gehorchen mich an Abmachungen mit Tätern zu halten, als mich gegen diese Machenschaften zu stellen und klar öffentlich was unternehme.
Ich sage nur Die Unglaubwürdigkeit der Opfer, ist der beste Schutz der Täter
Ich werde nun schweigen, das habe ich bitter gelernt.
Ich wünsche keinem solche Erlebnisse hinter Keller und Puffwänden, wo Mensch nur eine Ware sind, benutzt, gequält, Geld eingestrichen und danach fachgerecht entsorgt werden, wenn nicht real dann seelisch.
Klappt das ncihtOpfer nicht gfügig wird es in die Suizidalität getrieben, indem Helfernetze, Beziehungen, Job...zerstört werden. Oder aber Opfer solange verkauft benutzt und eingesperrt wird, bis es ruhig gestellt.
Irgendwann kapituliert ein jeder von uns.

soviel dazu
Anonym....

02.11.2009
10:27
Arbeitskreis hilft Opfern ritueller Gewalt
von SolMenta | #8

Es gibt bislang keinerlei wissenschaftliche Beweiskraft, polizeiliche Ermittlungserkenntnis und juristische Konsequenz, die Rituelle Gewalt im Namen Satans zweifelsfrei bestätigen und aburteilen konnte, aber einen Arbeitskreis, der sich dieses strittigen Themas, das vor vagen Vermutungen nur so strotzt, annimmt!
Die Emotionalität des „rituellen Missbrauchs – sie beruht allein auf Opfer-Aussagen, die in Therapien „erpresst“ wurden, lässt schnell den Gedanken aufkommen, dass es sich hier um tatsächliche Erfahrungen handeln muss. Dafür braucht es mithin keine Beweise, unsere christliche Kultur führt schließlich seit mehr als 2000 Jahren akribisch Buch über Umtriebe dämonischer Kulte.
Die wirkliche Gefahr besteht darin, dass den vermeintlichen Opfern ritueller Gewalt bedingungslos geglaubt wird, Opfer angeblicher satanischer Kulte zu sein, nicht aber, dass sie Opfer von kulturell determiniertes Stress- und Angstsymptomen sind. Aussagen, die man den scheinbaren Opfern ritueller Gewalt entreißt, tragen paranoische Züge. Sie schließen nahtlos an, an hysterische Epidemien, wie dem chronischen Müdigkeitssyndrom, wiedergewonnenen Erinnerungen, multiplen Persönlichkeiten oder Entführungen durch Außerirdische.
Der öffentliche Hype um rituellen Missbrauch in Deutschland ist längst verstummt. Was mir zu denken gibt, ist, dass nun daraus eine Pseudowissenschaft kreiert wird, die wahrlich eskapistische Züge annimmt.

31.10.2009
20:58
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von Matthias.Kiesel | #7

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30.10.2009
19:25
Arbeitskreis hilft Opfern ritueller Gewalt
von Aspie | #6

Hallo,
und wieder ein inkompetenter Beitrag von einem Wissendem der von der Thematik keine Ahnung hat..Oder ist es nur ein Beitrag von einem Insider der versucht zu vertuschen?
MfG Aspie

30.10.2009
18:20
Arbeitskreis hilft Opfern ritueller Gewalt
von Kinofan | #5

All diese ganzen Relgionen sollten verboten werden.Täglich kann man beobachten, was so alles an perversen Dingen im Namen irgendeiner Religion passiert. Zig-Tausende Menschen sind für Götter, Geister, Dämonen etc. gestorben, wurden abgeschlachtet oder geopfert, um zornige Götter zu besänftigen. Das ist doch alles hirnrissiger Schwachsinn pur.

30.10.2009
16:46
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von kdi | #4

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30.10.2009
16:30
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von IgnazMeyerling | #3

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30.10.2009
14:25
Arbeitskreis hilft Opfern ritueller Gewalt
von Aspie | #2

Hallo,
leider wird in diesem Bereich immer noch nicht genügend gehandelt.Was hilft die Aufklärung,wenn
diese Praktiken schon in frühster Kindheit ausgeübt werden und Kinder dieses in ihren Familien als normal ansehen?
Auch heute noch wird vielen Opfern nicht geglaubt.
In diesem Bereich sollte noch viel mehr gehandelt werden.
Trotzdem finde ich es gut ,daß es diesen Arbeitskreis gibt.Weiter so!!!

MfG Aspie

30.10.2009
13:20
Arbeitskreis hilft Opfern ritueller Gewalt
von brado | #1

Soso, die Täter machen sich ihre Opfer mit Hilfe pflanzlicher Drogen gefügig.

Das erinnert mich doch fatal an den Weihrauch bei den Katholen...

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