Anwohner der Ziegelstraße müssen Umweg in Kauf nehmen

Nur noch Rechtsabbiegen erlaubt ist  für die Fahrer auf der Ziegelstraße an der Pferdebachstraße. Und: Wer aus der Innenstadt kommt, darf nicht mehr in die Ziegelstraße einbiegen.Foto: Barbara Zabka
Nur noch Rechtsabbiegen erlaubt ist für die Fahrer auf der Ziegelstraße an der Pferdebachstraße. Und: Wer aus der Innenstadt kommt, darf nicht mehr in die Ziegelstraße einbiegen.Foto: Barbara Zabka
Was wir bereits wissen
An der neuen Schranke an der Pferbebachstraße ist das Abbiegen jetzt für viele verboten. Regeln sollen Rückstaus auf den Bahnübergang verhindern.

Witten..  Am Bahnübergang Pferdebachstraße wurden nach dem Bau der neuen Schrankenanlage inzwischen auch neue Verkehrsschilder aufgestellt, die die Ziegelstraße betreffen: Sowohl das Hineinfahren als auch das Hinausfahren wurden beschränkt. Das hat bereits zu vermehrten Nachfragen bei der Stadt Witten geführt, die hier die Hintergründe erläutert.

Nach der Erneuerung der Schrankenanlage hatte es Ende April auf Anordnung des Eisenbahnbundesamtes eine „Verkehrsschau“ gegeben, bei der alle für die Bahnsicherheit relevanten Verkehrsregelungen überprüft wurden. An diesem Ortstermin nahmen Vertreter der DB Netz AG, des Eisenbahnbundesamtes, der Polizei, der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr, der Straßenverkehrsbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises und der Stadt Witten teil.

Dabei fielen mehrere Entscheidungen. Unter anderem wurde beschlossen, am Ende der Ziegelstraße an der Pferdebachstraße ein Stopp-Schild aufzustellen. Und: Dort darf auch nur noch nach rechts abgebogen werden. Außerdem darf, wer stadtauswärts fährt, nicht mehr von der Pferdebachstraße in die Ziegelstraße abbiegen. Das führt nun dazu, dass die Bewohner der Ziegelstraße Umwege fahren müssen. Betroffen sind außerdem dahinter liegende Straßen wie die Breslauer - oder die Königsberger Straße.

„Das war aus rechtlichen Gründen leider unvermeidlich, da die aktuellen Regelungen für Straßeneinmündungen an Bahnübergängen strikt angewendet werden müssen“, bedauert der städtische Verkehrsplaner Andreas Müller. Das dafür verantwortliche Eisenbahnbundesamt habe deutlich gemacht, dass die Rechtsabbieger in einem ungünstigen Fall gezwungen sein könnten, auf Fußgänger zu warten und dann die Pferdebachstraße – und somit auch den Bahnübergang – blockieren würden. Und in der Gegenrichtung könnten die Linksabbieger aus der Ziegelstraße die Rechtsabbieger aus Richtung Innenstadt blockieren, erklärt Müller, wie es zu dem Beschluss kam. Die Wahrscheinlichkeit dafür sei zwar gering, aber die Regelungen seien eindeutig, und wegen der großen Gefahren müssten eben auch geringe Risiken ausgeschlossen werden. Wenn in einigen Jahren mit der Pferdebachstraße auch der Bahnübergang verbreitert werde, könnten diese Regelungen voraussichtlich wieder entfallen.