Das aktuelle Wetter Witten 2°C
Verkehrsfallen

Am Bahnhofsvorplatz gilt: Rot, Gelb - und Stopp

22.02.2012 | 12:23 Uhr
Am Bahnhofsvorplatz gilt: Rot, Gelb - und Stopp
Die Verkehrssituation vor dem Bahnhof in Witten ist für viele Verkehrsteilnehmer wohl nicht eindeutig geklärt.Als Rechtsabbieger sind die vom Bahnhofsvorplatz auf die Berger Straße einbiegenden Fahrzeuge nicht vorfahrtsberechtigt, der Linksabbieger (vorne) von der Berliner Straße hätte Vorfahrt gehabt. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool

Witten.Normalerweise hat der Rechtsabbieger Vorfahrt vor dem Linksabbieger. Am Hauptbahnhof ist das nicht so. Denn da gilt: Rot, Gelb, Stopp.

Nehmen wir einmal an, ein Autofahrer will vom Bahnhofsvorplatz in Richtung Saalbau rechts abbiegen. Von der Stadtgalerie kommt ein anderer Autofahrer die Berliner Straße herunter, will links ab in Richtung ZOB/Saalbau und wartet an der roten Ampel. Wenn er grünes Licht bekommt, fährt er los. Sein Gegenüber vom Bahnhof auch. Darf er aber nicht.

Eigentlich müsste er es sogar doppelt merken, meint Frank Racherbäumer (49), Leiter der Verkehrsabteilung der Stadt. „Während der Autofahrer auf der Berliner Straße eine ganz normale Ampel hat, sieht der Abbieger vom Bahnhofsvorplatz nur das Signal Rot und Gelb. Springt auf der Berliner Straße die Ampel auf Grün, erlischt gleichzeitig das Signal am Bahnhofsvorplatz. Dann aber gilt dort das Stoppschild.“

Vorfahrt hat, wer von der Berliner Straße kommt. Denn zweitens, so Racherbäumer: „Der Abbieger vom Bahnhof fährt über einen abgesenkten Bordstein, wenn er den Vorplatz verlässt. Es muss aber wissen, dass jeder, der über einen abgesenkten Bordstein herausfährt, die Vorfahrt der anderen beachten muss.“

Denkbar wäre ein Zusatzschild unter dem Signal, aber, so Racherbäumer: „Eigentlich ist die Lage klar, und wir wollen nicht mehr Schilder aufstellen, als unbedingt nötig.“

Bernd Kassner

Facebook
 
Kommentare
22.02.2012
14:32
Am Bahnhofsvorplatz gilt: Rot, Gelb - und Stopp
von Herr_Matthias | #1

Da haben die Verkehrsplaner mal wieder ganze Arbeit geleistet, in dem sie einen weiteren potenziellen Verkehrsunfallpunkt erzeugt haben, wo bisher keiner war.
Anstatt die Abfahrt vom Hauptbahnhof ein paar Meter vor der Kreuzung und der Ampel zu lassen, wo sie vorher war, müssen jetzt Linksabbieger aus der Berliener Straße kommend nicht nur auf die hastigen Fußgänger, sondern auch noch auf die von gegenüber kommenden Abbieger achten, die häufig nicht die Vorfahrtsregel beachten.

Vielleicht wäre eine weiße und durchgängige Linie hilfreiche, die verdeutlicht, dass die Rechtsabbieger vom HBF kommend halten müssen und nicht Vorfahrt haben.

Die Bilanz des neuen ZOB ist jedenfalls eine Katastrophe. Die Taxifahrer haben keine ordentlichen Parkplätze, die Radfahrern keinen Vernünftigen Radweg, die Verkehrsbelastung in der Ruhrstraße durch die Busse ist allein mit dem bloßen Augen und der Nase festzustellen und nun sind auch noch Fußgänger und Autofahrer an der Kreuzung gefährdet.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6389433/create

Aktuelle Fotos und Videos
Schäden am Rathaus
Bildgalerie
Bauschäden
Die 5. Nacht der Offenen Kirchen
Bildgalerie
Kirchennacht
Deutschland vor...
Bildgalerie
Fan-Artikel
Aus dem Ressort
Leise bröckelt der Putz
Rathaus
Der vom Rande des Rathausdaches abgeplatzte Beton liegt noch auf dem Gehweg, der Bereich wurde großräumig abgesperrt. „Am Freitagnachmittag wurde per Gerüst ein Fußgängertunnel errichtet, damit die Leute wieder sicher hier hergehen können“, erklärt der städtische Bauleiter Udo Klapp (48).
Hunde, teuer
Debatte um Hundesteuer
In die Diskussion um die geplante Hundesteuer-Erhöhung von 50 Prozent kommt Bewegung. Sowohl die Steuerhöhe als auch der Fortfall der Ermäßigung bei bedürftigen Personen wurden im Sozialausschuss kritisiert.