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Aktion gegen „Zockerei“

29.09.2010 | 13:06 Uhr
Aktion gegen „Zockerei“
Attac Witten beteiligte sich am europaweiten Trauermarsch als Protest gegen die Sozialkürzungen Foto: Walter Fischer

Witten. „Leistung, die Leidenschafft“ prangt in glänzenden Lettern auf dem Trauerkranz, den Attac am Mittwoch durch die Innenstadt trug. Regina Leray legte ihn vor der Deutschen Bank ab – als Kritik an deren „Finanzzockerei“, so Attac.

Mit pechschwarzen Regenschirmen zogen die sieben Teilnehmer der Aktion gestern Vormittag vom Sackträgerbrunnen über den Rathausplatz Die Wittener Aktion ist Teil eines europaweiten Protesttags gegen Sozialkürzungen, mit denen die Konjunkturpakete und Rettungsschirmen für Banken gegenfinanziert werden sollen, so das Bündnis. „Um klarzumachen, wer hier eigentlich über die Verhältnisse gelebt hat: nicht die ‘normale’ Erwerbsbevölkerung und schon gar nicht Mini-Löhner und Hartz-IV-Empfänger – vielmehr spekulierende Banken, Großinvestoren, Unternehmen und Vermögende“, so Attac. Das sei ein Trauerspiel. „Die Zeche der sogenannten Bankenrettung soll nun der kleine Mann zahlen, mit Einschnitten in allen Sozialleistungen. Diejenigen, die bei der Zockerei reichlich verdient haben, werden nicht zur Kasse gebeten.“

An die Passanten verteilten die Teilnehmer der Aktion Ausgaben der „Financial Crimes“, die der „Financial Times“ nicht zufällig zum Verwechseln ähnlich sah.

Claudia Scholz



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