Afrikanische Geschichten aus Stein

KünstlerWimbai Ngoma und Galerist Bastian Müller-Mühlinghaus vor der Skulptur „Congratulations“. Sie freuen sich auf die Ausstellungseröffnung.
KünstlerWimbai Ngoma und Galerist Bastian Müller-Mühlinghaus vor der Skulptur „Congratulations“. Sie freuen sich auf die Ausstellungseröffnung.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Ausstellung der Galerie Shona-Art zeigt Bildhauerei aus Zimbabwe auf Schloss Steinhausen. Die Skulpturen aus Serpentinstein sind facettenreich.

Witten..  Ursprünglich hat er International Business studiert. In einem Auslandssemester hat Bastian Müller-Mühlinghaus aber seine Liebe zum afrikanischen Zimbabwe entdeckt und sich der Kunst zugewandt. Seit 15 Jahren fliegt der Inhaber der Galerie Shona-Art zweimal im Jahr nach Südafrika, hält Kontakt zu Künstlern und lässt sich inspirieren.

Von seinen Reisen bringt der 38-Jährige Kunstwerke mit, die ihn ein Stück weit an das afrikanische Lebensgefühl erinnern. Gesammelte Skulpturen und typisches Kunsthandwerk stellt er regelmäßig auf Steinhausen aus. Diesen Sonntag startet eine neue Ausstellung in der Galerie Shona-Art. Tom Blomefield, der 89-jährige Gründer der Künstlerkolonie Tengenenge, wird wie die derzeitigen Gastbildhauer aus Zimbabwe zugegen sein. „Ich freue mich, wenn ich talentierte Künstler nach Witten einladen kann und gleichzeitig unseren Stadtnamen etwas populärer mache“, so Müller-Mühlinghaus.

Künstler reden mit Besuchern über Bildhauerei und Land

Stücke aus der Shona-Art Galerie haben es bereits nach Heidelberg oder in den Kölner Zoo geschafft. Die politische Lage in Zimbabwe sei schwierig. Dennoch habe das Land viel zu bieten, was man aus der Berichterstattung oft nicht erfahre. Für Ausstellungen und Workshops in der Galerie bemüht er sich jährlich um neue Künstler, die mit Besuchern über ihre Kunst und das Land reden.

Unter den Ausstellungsstücken auf dem Schloss befinden sich auch große Skulpturen, die über 500 Kilogramm wiegen und per Seeweg nach Deutschland verladen wurden. Gerade die Arbeit mit Serpentinstein fasziniert den Galerist an der afrikanischen Bildhauerei. „Die Skulptur entsteht aus den Strukturen des Steins. Jedes Werk ist individuell und strahlt eine unglaubliche Lebendigkeit aus. Zudem sind die Farbfacetten unglaublich“, sagt er. Die Künstler bearbeiten den besonderen Stein mit Hammer, Meißel und Schmirgelpapier.

Zu sehen gibt es die neuesten Werke ab Sonntag in der Galerie. Weitere Infos unter www.shona-art.com.