Adolf Reichwein in Witten wird für 435 000 Euro saniert

Der Altbau der Adolf-Reichwein-Realschule wird saniert. Hier das auf ein Plakat gemalte Schulgebäude, mit dem im November gegen Pläne für eine Zweizügigkeit der Schule protestiert wurde.
Der Altbau der Adolf-Reichwein-Realschule wird saniert. Hier das auf ein Plakat gemalte Schulgebäude, mit dem im November gegen Pläne für eine Zweizügigkeit der Schule protestiert wurde.
Foto: WAZ/FotoPool
Was wir bereits wissen
Mehr als 400 000 Euro fließen in die Sanierung der Adolf-Reichwein-Realschule. Die Schule hat gute Erfahrungen mit einem privaten Partner gemacht.

Witten..  Die Adolf-Reichwein-Realschule wird ab Montag (8.6.) saniert. 435 000 Euro fließen in Dach und Fassade des Altbaus. Außerdem bekommt die ARR in diesem Trakt neue Fenster.

Allerdings muss die Schule mehrmonatige Bauarbeiten in Kauf nehmen. Weil die Arbeiten länger dauern (voraussichtlich bis September), beginnen sie schon vor den Ferien. Zeitgleich mit der Fassaden- und Dachsanierung werden die Klassenräume im ersten Obergeschoss des Altbaus erneuert.

Public-Private-Partnership von der Politik fürs Rathaus verworfen

Die Sanierung erfolgt im Rahmen von „PPP“, gemeint ist der „Public-Private-Partnership“-Vertrag, den die Stadt vor Jahren für die Schule geschlossen hat. Die öffentliche Hand überlässt das Gebäude quasi einem privaten Investor, der sich um alles kümmert und dafür Miete bekommt. Irgendwann fällt die Schule an die Stadt zurück. Auch der Neubau des Schiller-Gymnasiums ist vor zehn Jahren im Rahmen einer solchen Kooperation entstanden. Bei der bald beginnenden Rathaussanierung war sie ebenfalls angedacht, wurde dann aber wieder von der Politik verworfen.

Laut Stadt hat man bei Adolf Reichwein positive Erfahrungen mit PPP gemacht. Das Gebäude werde gut unterhalten. Die Miete, die im Haushalt als „Zahllast“ auftauche, produziere damit einen sichtbaren Gegenwert für die wichtige Bildungsinfrastruktur.