Adieu, griechische Papiere

„Akropolis adieu“ hat Mireille Mathieu einst gesungen. Adieu haben auch Sparkasse und Commerzbank Witten zu griechischen Staatsanleihen gesagt, die sie mal in ihrem Besitz hatten.

„Aktuell haben wir solche Papiere nicht im Eigenbestand“, sagt Sparkassen-Sprecher Peter Nehm. Erst recht habe man nach dem griechischen Schuldenschnitt im Jahr 2011 keine mehr hinzugekauft.

„Bereits vor längerer Zeit haben wir diese Staatsanleihen abgestoßen“, erinnert sich auch Commerzbank-Sprecher Matthias Kretschmer.

„Wir hatten nie solche griechischen Papiere im Eigenbestand“, heißt es von Sven Wedig, Wertpapierexperte der Volksbank Bochum Witten. Er meint: „Wer aktuell solche Staatsanleihen kauft, ist ein Zocker. Ob derartige Anleger ihr Geld jemals wiedersehen, ist fraglich.“

Etwa eine Handvoll Kunden der Volksbank Bochum Witten habe noch griechische Staatsanleihen im Depot. „Aber die haben diese Papiere weit vor dem Schuldenschnitt 2011 gekauft. Auf eigenen Wunsch“, so Wedig. Allein durch den damaligen Schuldenschnitt seien diese Anleihen auf etwa 30 Prozent ihres Ursprungswertes gesunken. In dem Zusammenhang seien auch die Zinsen gesenkt und die Laufzeiten bis 2023, teils gar bis 2042 verlängert worden, um dem griechischen Staat Luft zu verschaffen, erklärt Wedig.

Bei der Sparkasse habe weniger als eine Handvoll Kunden griechische Staatsanleihen, so Peter Nehm: „Das Gesamtvolumen dieser Papiere liegt bei weniger als 5000 Euro.“