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Achtjähriger findet 30 Millionen Jahre alten Seeigel auf dem Schulhof

22.02.2012 | 17:01 Uhr
Achtjähriger findet 30 Millionen Jahre alten Seeigel auf dem Schulhof
Ein versteinerter Seeigel wurde auf dem Schulhof der Hüllbergschule gefunden.

Witten.In Russland konnten Forscher eine 30 000 Jahre alte Blume züchten. Ein achtjähriger Schüler von der Hüllbergschule steht den Forschern in nichts nach: Er ist beim Spielen auf einen versteinerten Seeigel gestoßen.

Die Wissenschaftler meinen, dem Wiederbeleben von ausgestorbenen Tierarten stehe nichts mehr im Weg. Der achtjährige Finder gibt sich schon mit einem Besuch im Naturkundemuseum zufrieden.

In den Büschen oberhalb des asphaltierten Schulhofes fand der Junge das Fossil und brachte es direkt zu seiner Lehrerin. Schulleiterin Maria Nehm meint: „Zunächst wussten wir nicht, was es ist. Ein Stein? Selbst eine versteinerte Schildkröte stand zur Debatte.“ Dann die Auflösung durch einen Geologen: Einen Seeigel aus der Kreidezeit von vor 30 Millionen Jahren hatte der Grundschüler gefunden. Dieser weist immerhin die Größe einer Handfläche auf.

Besuch im Naturkundemuseum

Allerdings reicht die Aussage des Geologen den Schülern nicht. Deswegen wollen sie den Seeigel einem Paläontologen, einem Experten für Fossile, vorlegen. Aus diesem Grund fährt die Klasse 3a der Hüllbergschule am siebten März in das Naturkundemuseum Dortmund. Bis dahin wollen sich die Schüler noch etwas Wissen aneignen, so die Schulleiterin. „Alleine die Frage, wie lange die Kreidezeit zurückliegt, interessierte die Kinder enorm“, meint Nehm.

Nach ihrem Besuch im Naturkundemuseum wollen die Schüler der Klasse 3a durch die anderen Klassen ziehen und ihren Mitschülern erklären und zeigen, was sie gelernt haben. Natürlich nehmen sie den Seeigel dabei immer mit.

Was mit dem Fossil danach geschieht, steht noch nicht fest. Ob der achtjährige Finder des versteinerten Meeresgetiers ihn vielleicht behalten darf, kann Maria Nehm nicht beantworten. „Wir warten jetzt erst einmal ab, bis alle Klassen ihn gesehen haben. Dann sehen wir weiter.“

Franziska Bombach

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